Besoldung und sonstige Leistungen

A. Anwärterbezüge:

Beamtinnen und Beamte auf Widerruf im Vorbereitungsdienst (hier: Justizsekretäranwärterinnen und -anwärter) erhalten Anwärterbezüge.
Daneben wird Verheirateten und Bediensteten mit Kindern ein Familienzuschlag gewährt.

B. Dienstbezüge:

Nach der Ausbildung erhalten die zu Justizsekretärinnen oder Justizsekretären ernannten Beamtinnen und Beamten Dienstbezüge. 
Diese setzen sich zusammen aus:

  • Grundgehalt und
  • Stellenzulage.

Mit zunehmender beruflicher Erfahrung bzw. spezifischen Vorzeiten steigt das Grundgehalt in Abständen von 2 bis 4 Jahren.
Daneben wird Verheirateten und Bediensteten mit Kindern ein Familienzuschlag gewährt.

C. Sonstige Leistungen:

Auch Beamtinnen und Beamte haben Anspruch auf Kindergeld. Das Kindergeld wird steuerfrei neben den Dienst- oder Anwärterbezügen auf Antrag gezahlt.
Neben den unter A) und B) genannten Bezügen wird monatlich eine Sonderzahlung i.H.v. 5 % der Bezüge gazahlt sowie auf Antrag vermögenswirksame Leistungen.

Nach Maßgabe der Hessischen Beihilfenverordnung besteht Anspruch auf Beihilfen in Krankheits-, Geburts- und Todesfällen.
Schließlich sei noch besonders auf die Altersversorgung hingewiesen, die sich auch auf die Hinterbliebenen der Beamtinnen und Beamten erstreckt.

D. Berechnungsbeispiele (Stand Juli 2017):

Anwärterbezüge (vgl. A) und C)):

Grundbetrag: 1.113,83 Euro
Sonderzahlung: 55,69 Euro
Summe: 1.169,52 Euro

Anfangs-Dienstbezüge (vgl. B) und C)) - BesGr. A 6:

Grundgehalt: 2.075,82 Euro
Stellenzulage:  19,86 Euro
Sonderzahlung: 104,78 Euro
Summe: 2.200,46 Euro

Die Beispiele beziehen sich auf ledige Anwärter / Beamte.
Bei Verheirateten und Bediensteten mit Kindern kommen weitere Leistungen (Familienzuschlag und Kindergeld) hinzu.

Den am Anfang dieses Dokuments rechts oben zum Download bereit stehenden Tabellen sind die derzeit geltenden Grundgehaltssätze in den verschiedenen Besoldungsämtern einschließlich der möglichen Steigerungen durch Aufstieg in den Erfahrungsstufen sowie die derzeit geltenden Beträge für den Familienzuschlag in den einzelnen Besoldungsgruppen zu entnehmen (zur Erklärung: Stufe 1 = Verheiratete, Stufe 2 = Verheiratete mit 1 Kind).

E. Steuern und Sozialabgaben:

Alle vorstehend aufgeführten Leistungen - mit Ausnahme des Kindergeldes und der Beihilfen im Krankheitsfall - unterliegen der Einkommensteuerpflicht, aber nicht der gesetzlichen Sozialversicherungspflicht (Kranken-, Renten und Arbeitslosenversicherung).