Allgemeines

Justizwachtmeisterinnen und Justizwachtmeister sind überwiegend als Beamtinnen und Beamte des mittleren Dienstes bei den Gerichten und Staatsanwaltschaften tätig. Zu ihren vielseitigen und verantwortungsvollen Tätigkeiten gehört die Aufrechterhaltung der Ruhe, Ordnung und Sicherheit in den Justizgebäuden, der Dienst in den Terminen und Sitzungen einschließlich des Vollzugs sitzungspolizeilicher Maßnahmen, die Vorführung der Gefangenen zu Terminen und Sitzungen und die Bewachung der vorgeführten, in Haft genommenen oder auf besondere Anordnung zu beaufsichtigenden Personen innerhalb der Justizgebäude. Im Innendienst sind sie neben dem Sicherheits- und Auskunftsdienst an den Eingängen der Dienstgebäude (dieser umfasst insbesondere auch die Durchführung von Einlasskontrollen) insbesondere auch für den gesamten Aktentransport und -umlauf und den reibungslosen Postbetrieb verantwortlich. Im Außendienst sind Justizwachtmeisterinnen und Justizwachtmeister für die Aushändigung und Zustellung von Schriftstücken, die mündliche Übermittlung dienstlicher Mitteilungen und die Beförderung von Geldern, Wertsachen und Poststücken zuständig. Bei Behörden mit eigenen Dienstfahrzeugen werden sie auch als Dienstwagenfahrer eingesetzt. Während des Dienstes besteht die Verpflichtung zum Tragen von Dienstkleidung.

Eine Tätigkeit im Justizwachtmeisterdienst ist auch außerhalb eines Beamtenverhältnisses im Rahmen eines arbeitsvertraglichen Beschäftigungsverhältnisses als Justizhelferin oder Justizhelfer mit der Möglichkeit der späteren Übernahme in das Beamtenverhältnis möglich und stellt seit mehreren Jahren den Regelfall dar. 

Wer kann Justizwachtmeisterin oder Justizwachtmeister werden?

Zum Vorbereitungsdienst für den Justizwachtmeisterdienst unter Berufung in ein Beamtenverhältnis auf Widerruf als Justizhauptwachtmeisteranwärterin/ Justizhauptwachtmeisteranwärter können Bewerberinnen und Bewerber zugelassen werden, die

  • die deutsche Staatsangehörigkeit oder die Staatsangehörigkeit eines anderen Mitgliedsstaates der Europäischen Union oder der Länder Island, Liechtenstein, Norwegen oder Schweiz besitzen,
  • die Gewähr dafür bieten, jederzeit für die freiheitliche demokratische Grundordnung im Sinne des Grundgesetzes und der Hessischen Landesverfassung einzutreten,
  • die Hauptschule mit Erfolg besucht haben oder einen als gleichwertig anerkannten Bildungsstand nachweisen,
  • höchstens 40 Jahre alt sind (hiervon ausgenommen sind in bestimmten Fällen Soldaten auf Zeit mit mindestens zwölfjähriger Dienstzeit),
  • die erforderliche körperliche Eignung besitzen.