Verdienstmöglichkeiten

A. Anwärterbezüge:

Die Beamtinnen und Beamten auf Widerruf im Vorbereitungsdienst (Justizhauptwachtmeisteranwärterinnen und –anwärter) erhalten Anwärterbezüge.
Daneben wird Verheirateten und Bediensteten mit Kindern ein Familienzuschlag gewährt.

B. Beamtenverhältnis:

Nach der Ausbildung erhalten die zu Justizhauptwachtmeisterinnen oder Justizhauptwachtmeistern ernannten Beamtinnen und Beamten Dienstbezüge. Diese setzen sich zusammen aus Grundgehalt und Stellenzulage. Sofern die Beamtin oder der Beamte mit mindestens 80 v. H. ihrer Gesamttätigkeit mit der Vorführung von Gefangenen aus abgeschlossenen Vorführbereichen und deren Bewachung während des Termins und anschließender Rückführung beschäftigt ist, erhält sie/er zusätzlich eine Stellenzulage. Mit zunehmender dienstlicher Erfahrung steigt das Grundgehalt in Abständen von 2 bis 4 Jahren. Daneben wird Verheirateten und Bediensteten mit Kindern Familienzuschlag gewährt.

C. Sonstige Leistungen:

Auch Beamtinnen und Beamte haben Anspruch auf Kindergeld nach dem Einkommensteuergesetz. Das Kindergeld wird steuerfrei neben den Dienst- oder Anwärterbezügen auf Antrag gezahlt.
Neben den unter A) und B) genannten Bezügen wird monatlich eine Sonderzahlung i.H.v. 5 % der Bezüge und einmal jährlich am 01.07. ein Festbetrag (früher Urlaubsgeld) in Höhe von 166,17 Euro gezahlt. Ferner werden auf Antrag vermögenswirksame Leistungen gewährt. Nach Maßgabe der Hessischen Beihilfenverordnung besteht Anspruch auf Beihilfen in Krankheits-, Geburts- und Todesfällen. Schließlich sei noch besonders auf die Altersversorgung hingewiesen, die sich auch auf die Hinterbliebenen der Beamtinnen und Beamten erstreckt.

D. Berechnungsbeispiele (Stand Juli 2017):

Anwärterbezüge (vgl. A) und C)):

Grundbetrag: 992,59 Euro
Sonderzahlung: 49,63 Euro
Gesamt: 1.042,22 Euro

Anfangs-Dienstbezüge (vgl. B) und C)) - BesGr A5 -:

Grundgehalt: 2.030,67 Euro
Stellenzulage: 19,86 Euro
Sonderzahlung: 102,53 Euro
Gesamt: 2.153,065 Euro

Die Beispiele beziehen sich auf ledige Anwärter / Beamte.
Bei Verheirateten und Bediensteten mit Kindern kommen weitere Leistungen (Familienzuschlag und Kindergeld) hinzu.

Den am Anfang dieses Dokuments rechts oben zum Download bereit stehenden Tabellen sind die derzeit geltenden Grundgehaltssätze in den verschiedenen Besoldungsämtern einschließlich der möglichen Steigerungen durch Aufstieg in den Erfahrungsstufen sowie die derzeit geltenden Beträge für den Familienzuschlag in den einzelnen Besoldungsgruppen zu entnehmen (zur Erklärung: Stufe 1 = Verheiratete, Stufe 2 = Verheiratete mit 1 Kind).

E. Steuern und Sozialabgaben:

Alle vorstehend aufgeführten Leistungen - mit Ausnahme des Kindergeldes und der Beihilfen im Krankheitsfall - unterliegen der Einkommensteuerpflicht, aber nicht der gesetzlichen Sozialversicherungspflicht (Kranken-, Renten- und Arbeitslosenversicherung).

F. Entgelt (Beschäftigtenverhältnis):

Justizhelferinnen und Justizhelfer erhalten ein Entgelt nach dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst des Landes Hessen (TV-H) aus der Entgeltgruppe 4 (Grundgehalt 1.816,52 Euro). Neben der Gewährung einer Jahressonderzahlung kann auch eine tätigkeitsbezogene Zulage gezahlt werden. Die Entgeltzahlungen aus dem Beschäftigtenverhältnis unterliegen - mit Ausnahme des Kindergeldes - der Einkommensteuerpflicht sowie der Sozialversicherungspflicht.