Bewerbung um das Richteramt

Wenn Sie Richter – gleich in welchem Gerichtszweig - in Hessen werden wollen, müssen Sie sich um eine Einstellung in den höheren Justizdienst bewerben; dies umfasst die Tätigkeit als Richter oder als Staatsanwalt. Die Einstellung bedarf der Zustimmung des Richterwahlausschusses des Landes Hessen.

Neben der persönlichen Eignung, zu der insbesondere soziale Kompetenz gehört, müssen die Bewerberinnen und Bewerber fachlich überdurchschnittlich qualifiziert sein. In Abstimmung mit dem Richterwahlausschuss ist es jedenfalls erforderlich, dass  in der ersten Prüfung und in der zweiten Staatsprüfung mindestens jeweils 8,50 Punkte oder eine Summe von mindestens 17 Punkten erreicht wurden, wobei der Wert von 8,00 Punkten in der zweiten Staatsprüfung nicht unterschritten werden darf.

Für alle Gerichtszweige der hessischen Justiz werden laufend Richterinnen und Richter auf Probe für eine Verwendung im richterlichen und im staatsanwaltlichen Dienst eingestellt. 

Gegenwärtig sind verstärkt Stellen in der hessischen Sozialgerichtsbarkeit zu besetzen. Hierfür ist neben den oben genannten Voraussetzungen praktische Vorerfahrung im Sozialrecht wünschenswert.

Darüber hinaus sind gegenwärtig verstärkt Stellen in der hessischen Verwaltungsgerichtsbarkeit zu besetzen.

Bewerbungen sind ausschließlich an das

Hessische Ministerium der Justiz
Luisenstraße 13
65185 Wiesbaden

unter Beifügung aussagekräftiger Bewerbungsunterlagen zu richten.

Dies sind insbesondere:

  • Bewerbungsschreiben (formlos), 
  • Lebenslauf (ausführlich handschriftlich im Fließtext und zusätzlich tabellarisch maschinenschriftlich);

jeweils in Kopie (von der Übersendung von Originalurkunden oder beglaubigten Urkunden ist abzusehen): 

  • Abiturzeugnis 
  • Zeugnisse der ersten Prüfung und der zweiten juristischen Staatsprüfung, Bescheinigung über die in der zweiten juristischen Staatsprüfung erreichten Leistungen (Einzelnotenübersicht oder Auszug aus dem Prüfungsprotokoll) sowie Zeugnisse über die im Referendardienst in den Ausbildungsstellen und den Arbeitsgemeinschaften erzielten Leistungen; ggfs. Promotionsurkunde und weitere Nachweise über besondere Kenntnisse und Fähigkeiten
  • ggf. Arbeitszeugnisse
  • ggf. Urkunde über die Zulassung zur Rechtsanwaltschaft
  • Nachweis der deutschen Staatsbürgerschaft (durch Einbürgerungsurkunde oder Personalausweis)
  • Einverständniserklärung zur Einsichtnahme in die Personalakten durch alle am Bewerbungsverfahren beteiligten Stellen mit Angabe der aktenführenden Dienststelle (z.B. bei Assessoren das zuständige Oberlandesgericht oder Kammergericht)