Aufgaben im allgemeinen Vollzugsdienst

Der Justizvollzugsdienst ist vielseitig und verantwortungsvoll. Er erstreckt sich auf Sicherungs-, Behandlungs-, Betreuungs-, Ordnungs- und Versorgungsaufgaben.

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 Drei junge Menschen hintereinander stehend
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Der Justizvollzugsdienst ist vielseitig und verantwortungsvoll. Er erstreckt sich auf Sicherungs-, Behandlungs-, Betreuungs-, Ordnungs- und Versorgungsaufgaben. Dabei sind die Gefangenen insbesondere bei der Arbeit, bei der Ausübung von Sport und während der Freizeit zu betreuen, zu beaufsichtigen und – soweit erforderlich – anzuleiten oder es sind Hilfestellungen zu geben. Ein zeitgemäßer Justizvollzug soll die Gefangenen sicher unterbringen und sie befähigen, nach ihrer Strafverbüßung ein Leben ohne Straftaten zu führen. Hier haben die Beamtinnen und Beamten des allgemeinen Vollzugsdienstes große Verantwortung. Sie sind Ansprechpartner für die Gefangenen, für deren Sorgen und Nöte, nicht nur in Fragen des Vollzugs – auch in persönlichen Angelegenheiten.

Den 16 Justizvollzugsanstalten des Landes Hessen obliegt die sichere Unterbringung, Versorgung und Behandlung von rund 4500 Inhaftierten. Die Gefangenen sollen während ihrer Inhaftierung dazu befähigt werden, nach ihrer Strafverbüßung ein Leben ohne Straftaten zu führen. 

Dabei kommt den Beamtinnen und Beamten des allgemeinen Vollzugsdienstes eine Schlüsselrolle zu. Sie sind die ersten Ansprechpersonen für die Gefangenen. Sie sind verantwortlich für die sichere Unterbringung und zuständig für die Betreuung, Versorgung und Beaufsichtigung der Inhaftierten. Sie unterstützen die Sozialen und Medizinischen Dienste bei der Behandlung der Gefangenen. Sie ordnen und gestalten den Tagesablauf in der Vollzugsabteilung. Sie wirken bei der Aufnahme und Entlassung der Inhaftierten mit. Sie arbeiten im Schichtdienst (Frühdienst, Spätdienst, Nachtdienst). Sie können mit Menschen umgehen. Sie wirken positiv auf die Gefangenen ein und wecken und fördern deren Verantwortungsbewusstsein. Sie vermitteln ihnen Sinn und Wert von Arbeit.  Sie können zuhören. Sie können motivieren. Der direkte Kontakt mit Gefangenen birgt naturgemäß auch Konfliktpotenzial. Sie sind ausgeglichen, in der Lage kritische Situationen zu deeskalieren und Grenzen zu setzen. Sie betrachten immer wieder neue Situationen als Herausforderung. Sie begreifen sich als Mitglied in einem Team aus Beamtinnen und Beamten des allgemeinen Vollzugsdienstes, Werkdienstes, Sozialen Dienstes, Medizinischen Dienstes und Verwaltungsexperten.