Entschädigungsleistungen

Unabhängig von der finanziellen Lage des Täters besteht die Möglichkeit, eine Entschädigung nach dem Opferentschädigungsgesetz zu erhalten.

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Titelseite Broschüre "Schadensersatz im Strafprozess - 2 in 1"
Titelseite Broschüre "Schadensersatz im Strafprozess - 2 in 1"
© HMdJ

Durch das Adhäsionsverfahren besteht bereits im Strafverfahren die Möglichkeit, vom Täter eine Entschädigung - wie z. B. Schadensersatz und Schmerzensgeld - zu verlangen. Ein entsprechender Antrag kann mit der Strafanzeige gestellt werden.  Das Strafgericht kann dann den Angeklagten, falls er schuldig gesprochen wird, zugleich zu einer Zahlung an das Opfer verurteilen. Eine kostenträchtige und zeitaufwändige Klage vor dem Zivilgericht ist somit nicht mehr erforderlich.

Weitere Informationen enthält der Flyer "Schadensersatz im Strafprozess", der als Download angefügt ist.

Unabhängig von der finanziellen Lage des Täters besteht die Möglichkeit, eine Entschädigung nach dem Opferentschädigungsgesetz (OEG) zu erhalten. Voraussetzung für eine solche ist eine gesundheitliche Schädigung infolge eines vorsätzlichen, rechtwidrigen Angriffs gegen den Antragsteller oder eine dritte Person oder dessen rechtmäßige Abwehr. Es besteht keine Entschädigungsmöglichkeit bei Schäden aus reinen Vermögensstraftaten sowie generell nicht bei Vermögensschäden. Zuständig hierfür ist das Hessische Amt für Versorgung und Soziales.

In Hessen besteht weiterhin ein Opferfonds. Hat das Opfer einen reinen Vermögensschaden erlitten oder ist dem Täter Vorsatz nicht nachzuweisen, ist eine Zahlung von Schmerzensgeld nach dem Opferentschädigungsgesetz nicht möglich. Darüber hinaus lassen sich direkte Ansprüche gegen den Täter häufig wegen dessen Mittellosigkeit nicht verwirklichen. Um diese Lücke im Hinblick auf Straftaten von Strafgefangenen und von im Maßregelvollzug Untergebrachten zu schließen, wurde 2002 von der Landesregierung der Hessische Opferfonds zur Zahlung von Entschädigung für Opfer von Straftaten durch Gefangene und Insassen des Maßregelvollzugs eingerichtet.