Justizministerin über Uwe Röhrig: „Ein Mann mit viel Erfahrung“

Amtswechsel in der JVA Butzbach

05.09.2018Hessisches Ministerium der Justiz

Justizministerin Eva Kühne-Hörmann hat heute den neuen Leiter der JVA Butzbach, Herrn Uwe Röhrig, offiziell in sein Amt eingeführt. Er folgt auf Eugen Martz, der die Anstalt seit Mai 2013 geleitet hat.

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Amtswechsel in der JVA Butzbach
Bildunterschrift: v.l.n.r. Landtagspräsident Kartmann, Frau Martz, Herr Martz, Justizministerin Kühne-Hörmann, Herr Röhrig, Frau Röhrig
© HMdJ

In ihrem Grußwort dankte die Justizministerin dem früheren Leiter der Vollzugsanstalt: „Lieber Herr Martz, Sie haben 40 Jahre an verschiedensten Stellen im Justizdienst gearbeitet. Im Strafvollzug haben Sie Ihre berufliche Laufbahn begonnen und sind ihm über Ihr gesamtes Berufsleben treu geblieben. Die Justiz hat schnell Ihre besonderen Fähigkeiten und Ihre hohe Leistungsbereitschaft erkannt. Nicht umsonst wurden Sie bereits 1988 Leiter der Justizvollzugsanstalt Limburg. Sie blieben immer flexibel, so dass Sie 1999 als Vollzugsleiter hier in diese JVA versetzt wurden. Nachdem Sie einige Zeit die JVA Frankfurt am Main III leiteten, kamen Sie an Ihre alte Wirkungsstätte zurück. Ihr Name steht von Beginn an Ihrer Tätigkeit in der hessischen Justiz für Pflicht- und Verantwortungsbewusstsein sowie Zuverlässigkeit. So habe ich Sie als Leiter der JVA Butzbach kennen und stets schätzen gelernt. Sie haben die Anstalt immer kompetent, souverän, repräsentativ und mit großer Leidenschaft vertreten. Sie haben entscheidenden Anteil daran, dass in der JVA Butzbach Menschen unterschiedlichster Herkunft und Kulturen menschenwürdig, gut und vor allem sicher untergebracht sind“, sagte die Justizministerin und ergänzte: „Die Ereignisse der vergangenen Jahre, aber auch die aktuellen Ereignisse in Deutschland zeigen, dass immer mehr Menschen bereit sind, sich zu radikalisieren. Der Strafvollzug als Spiegelbild der Gesellschaft bleibt hiervon nicht verschont. In einer JVA gibt es aber Möglichkeiten zur Beobachtung, Kontrolle und behandlerischer Einflussnahme von Radikalisierungstendenzen, die bei einem Leben in Freiheit nicht gegeben sind. Diese besonderen Gegebenheiten haben wir in Hessen früh erkannt und bei unseren Deradikalisierungsmaßnahmen berücksichtigt. Seit 1. April 2016 gibt es deshalb in Hessen das Programm „Netzwerk Deradikalisierung im Strafvollzug“, kurz: NeDiS. Sie, lieber Herr Martz, haben mit Ihren Mitarbeitern und dem eingesetzten Strukturbeobachter in enger Abstimmung mit der Stabsstelle NeDiS jegliche auftretenden Probleme schnell und sachgerecht gelöst. Für Ihr jahrzehntelanges Wirken in der hessischen Justiz möchte ich mich deshalb ganz herzlich bedanken. Für Ihren Ruhestand wünsche ich Ihnen viel Gesundheit und Zeit für die Familie und die Hobbies, die Ihnen am meisten am Herzen liegen“, sagte Eva Kühne-Hörmann.

An den neuen Leiter der JVA Butzbach, Herrn Uwe Röhrig gerichtet, betonte die Justizministerin: „Sehr geehrter Herr Röhrig, für Sie ist die neue Funktion eine Rückkehr an eine frühere Wirkungsstätte. Denn Sie waren in dieser Vollzugsanstalt schon tätig. Sie sind also mit den Gegebenheiten hier bestens vertraut. Auch Sie können auf Ihre langjährigen Erfahrungen im hessischen Strafvollzug zurückgreifen. Sie sind fachlich und menschlich sehr gut gerüstet, um den zukünftigen Herausforderungen im Strafvollzug gewachsen zu sein“, sagte Justizministerin Eva Kühne-Hörmann und fuhr fort: „Zu diesen Herausforderungen gehört, dass wir in Hessen moderne Justizvollzugsanstalten haben, um Sicherheit und die Erreichung der Vollzugsziele in der Anstalt zu gewährleisten. Deshalb erfährt die Justizvollzugsanstalt Butzbach demnächst eine Grundsanierung, um den Ansprüchen einer modernen Justiz auch weiterhin gerecht zu werden. Dieses Projekt wird Sie und die Bediensteten der Justizvollzugsanstalt Butzbach fordern und viele Jahre begleiten. Zudem ist die Übernahme der Leitung der JVA Butzbach auch ein Brückenschlag zu NeDiS für Sie. Denn Sie haben als Leiter der Stabstelle NeDiS dieses Programm von Anfang an betreut und ausgebaut und haben entscheidend dazu beigetragen, dass dieses Programm erfolgreich und über unsere Ländergrenzen hinaus bekannt wurde“, so die Justizministerin.

„Sehr geehrter Herr Röhrig, mit der Leitung der JVA Butzbach haben Sie große Verantwortung für die Inhaftierten und die mehr als 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der JVA übernommen. Ich wünsche Ihnen dafür stets Glück und viel Erfolg“, so Kühne-Hörmann.

Eugen Martz, geboren am 28. August 1958, nahm im Anschluss an seine Ausbildung im hessischen Justizvollzug im Jahre 1981 seine Tätigkeit in der Justizvollzugsanstalt Darmstadt auf. Hieran schlossen sich vielfältige Aufgaben im hessischen Justizvollzug an. Ihm war die Leitung verschiedener Justizvollzugsanstalten anvertraut, unter anderem die der Justizvollzugsanstalten Limburg und Frankfurt am Main III. Seit 1. Mai 2013 ist er Leiter der JVA Butzbach.

Herr Martz ist mit Ablauf des 31. August 2018 auf eigenem Wunsch in den Ruhestand getreten.

Uwe Röhrig wurde am 05.Juni 1960 geboren. Im Jahr 1979 begann seine Laufbahn im hessischen Justizvollzugsdienst als Inspektoranwärter. 1982 wurde er nach erfolgreich bestandener Laufbahnprüfung an die JVA Frankfurt am Main II (Hoechst) versetzt. 1985 folgte die Versetzung an die JVA Rockenberg als Sicherheitsdienstleiter. Von 1997 bis 2002 war er Leiter der JVA Limburg. Zwischen 2005 und 2009 arbeitete er als Leiter des „Verwaltungs-Competence-Centers“ Mittelhessen. Danach war er bis 31.03.2016 als Leiter der JVA Frankfurt IV tätig. Seitdem arbeitete Uwe Röhrig als Leiter der Stabsstelle „NeDiS“ (Netzwerk Deradikalisierung im Strafvollzug) im Hessischen Ministerium der Justiz.

Seine Ernennung zum Leiter der JVA Butzbach erfolgte mit Wirkung zum 1. September 2018.

 

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