Amtswechsel in der JVA Frankfurt am Main I | Hessisches Ministerium der Justiz
Grußwort

Amtswechsel in der JVA Frankfurt am Main I

03.05.2018Hessisches Ministerium der Justiz

Justizministerin Eva Kühne-Hörmann hat heute den neuen Leiter der JVA Frankfurt am Main I, Herrn Franz Josef Pfeifer, offiziell in sein Amt eingeführt. Er folgt auf Frank Lob, der die Anstalt seit der Neueröffnung im Jahr 2011 geleitet hat.

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Amtswechsel in der JVA Frankfurt am Main I
Justizministerin Eva Kühne-Hörmann hat den neuen Leiter der JVA Frankfurt am Main I, Herrn Franz Josef Pfeifer, offiziell in sein Amt eingeführt. Er folgt auf Frank Lob, der die Anstalt seit der Neueröffnung im Jahr 2011 geleitet hat.
© HMdJ

In ihrem Grußwort dankte die Justizministerin dem früheren Leiter der Vollzugsanstalt: „Lieber Herr Lob, Sie haben 43 Jahre an verschiedensten Stellen im Justizdienst gearbeitet. Dabei haben Sie nicht nur viele Generationen von Kolleginnen und Kollegen kennenlernen können, Sie haben auch zahlreiche Entwicklungen des Vollzuges miterlebt. Strafvollzug, das war beruflich Ihr Ding. Sie sind dem Vollzug über Ihr gesamtes Berufsleben hinweg treu geblieben. Daran hat auch die Versetzung in das Hessische Ministerium der Justiz nichts geändert. Denn dort waren Sie über viele Jahre in der Strafvollzugsabteilung tätig. Ihr Name wird sicherlich mit dem Neubau und der Inbetriebnahme der neuen JVA Frankfurt am Main I verbunden bleiben. Hier haben Sie nicht nur planerisch, sondern auch über viele Jahre als Leiter der Anstalt Ihre Spuren hinterlassen. Dabei habe ich Sie immer als offenen, kreativen und verantwortungsvollen Anstaltsleiter wahrgenommen, der sich der Verantwortung, die eine solche Funktion mit sich bringt, stets bewusst war, dem aber auch daran gelegen war, das Menschliche nicht zu vergessen“, so Eva Kühne-Hörmann.

„Gerade in den letzten Jahren hat sich der Aufgabenbereich des Vollzuges stark verändert. Themenbereiche wie der Extremismus oder die muslimische Seelsorge sind stärker in den Fokus gerückt bzw. neu hinzugekommen. Auf der anderen Seite ist bei einigen Inhaftiertengruppen ein Mangel an Respekt und eine erhöhte Gewaltbereitschaft zu beobachten. All das sind Herausforderungen, die Sie mit Ruhe und Weitsicht angenommen und dabei niemals vergessen haben, dass der Strafvollzug, gerade im Bereich der Untersuchungshaft, auch für die Inhaftierten eine besondere Stresssituation ist. Für Ihr jahrzehntelanges Wirken in der hessischen Justiz möchte ich mich deshalb ausdrücklich bedanken. Für den Ruhestand wünsche ich Ihnen viel Gesundheit und Zeit für die Familie und Hobbies, die sicherlich in den letzten Jahren viel zu kurz gekommen sind“, sagte die Justizministerin.

An den neuen Leiter der JVA Frankfurt am Main I, Herrn Franz Josef Pfeifer gerichtet, betonte die Justizministerin die besondere Rolle der JVA Frankfurt am Main I: „Sehr geehrter Herr Pfeifer, für Sie ist die neue Funktion eine Rückkehr an eine frühere Wirkungsstätte. Denn im Laufe Ihres Berufslebens waren Sie schon zweimal in dieser Vollzugsanstalt eingesetzt. Das sind die besten Voraussetzungen. Auch Sie können auf eine beachtliche Laufbahn im hessischen Strafvollzug zurückblicken und bringen viel Erfahrung mit in das neue Amt. Die JVA Frankfurt am Main I ist eine besondere Anstalt. Sie ist als reine Untersuchungshaftanstalt faktisch das Eingangstor des Vollzuges im gesamten Erwachsenenvollzug im Rhein-Main-Gebiet. Mit einer Belegfähigkeit von rund 600 Plätzen nimmt sie im Laufe eines Jahres rund das Zehnfache an Inhaftierten auf. Manche von ihnen nur kurze Zeit, andere wiederum für einen längeren Zeitraum. Durch das neu geschaffene Programm „Netzwerk Deradikalisierung im Strafvollzug“, kurz: NeDiS haben wir genau diese Aufnahmesituation in den Blick genommen und kontrollieren Neuankömmlinge intensiv auf extremistische Bezüge. Seien es einschlägige Bücher, Symbole oder Musik. Aus vielen kleinen Puzzleteilen wird durch unsere Strukturbeobachter in den Anstalten ein Personenbild erstellt, was nicht nur uns in den Anstalten hilft, extremistische Netzwerkbildungen zu verhindern, sondern die auf diese Weise erlangten Informationen helfen auch denjenigen, die außerhalb des Vollzuges Präventionsarbeit leisten“, so die Justizministerin.

„Sehr geehrter Herr Pfeifer, mit der Leitung der JVA Frankfurt I haben Sie große Verantwortung übernommen. Nicht nur für die Inhaftierten, sondern auch die rund 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der JVA. Ich wünsche Ihnen dafür eine stets glückliche Hand und viel Erfolg“, so Kühne-Hörmann.

Zu Frank Lob

Frank Lob, geboren am 16. Mai 1952 in Worms, nahm im Anschluss an seine Tätigkeit in den Justizvollzugsanstalten Darmstadt und Dieburg (1974 bis 1977) vielfältige Aufgaben im Hessischen Ministerium der Justiz in der Abteilung Justizvollzug wahr. Diese umfassten die Bereiche Gesetzgebung, die Entwicklung von Vollzugsplänen, die Personalverwaltung und schulische Bildungsmaßnahmen im Strafvollzug. Als Referatsleiter mit dem Schwerpunkt Bau- und Grundstücksangelegenheiten war er mit Aufgaben bei der Planung und der Bauausführung der JVA Hünfeld befasst. Seit 1. Oktober 2006 ist er Leiter der JVA Frankfurt am Main I.

Herr Lob war von 1989 bis 1991 Mitglied des Prüfungsausschusses für die Laufbahnprüfung des gehobenen Vollzugs- und Verwaltungsdienstes. Außerdem war er als nebenamtliche Lehrkraft im Rahmen der Ausbildung der Anwärter des mittleren Vollzugsdienstes im Fach „Vollzugskunde“ tätig.

Herr Lob ist mit Ablauf des 30. November 2017 in den Ruhestand getreten.

Zu Franz Josef Pfeifer

Franz Josef Pfeifer wurde 1959 in Bernbach geboren. 1980 begann seine Laufbahn im hessischen Justizvollzugsdienst als Inspektoranwärter. 1983 wurde er nach erfolgreich bestandener Laufbahnprüfung an die JVA Butzbach versetzt. 1989 folgte die Versetzung an die JVA Frankfurt am Main IV als Verwaltungsdienstleister. Von 1997 bis 2003 war er Vertreter des Anstaltsleiters der JVA Frankfurt am Main I. Im Jahr 1998 erfolgte zwischenzeitlich eine Abordnung an das das Hessische Ministerium der Justiz und für Europaangelegenheiten. 2003 folgte eine Abordnung an die JVA Frankfurt am Main III als Leiter des „Verwaltungs-Competence-Centers“.

2004 wurde Franz Josef Pfeifer zum kommissarischen Vertreter des Anstaltsleiters der JVA Wiesbaden bestellt. 2005 kehrte er als Vertreter des Anstaltsleiters in die JVA Frankfurt am Main I zurück. Dort wurde ihm auch die Vollzugsabteilungs- bzw. Dienstleitung der Zweiganstalt Höchst übertragen. Seit 2010 ist er stellvertretender Anstaltsleiter in der JVA Dieburg. Von 2008 bis 2010 war Franz Josef Pfeifer als Vorsitzender des Hauptpersonalrats Justizvollzug von seiner hauptamtlichen Tätigkeit freigestellt.

Seine Ernennung zum Leiter der JVA Frankfurt am Main I erfolgte mit Wirkung des 1. Dezember 2017.

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Pressesprecher: 
Herr René Brosius
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