Hessischer Verdienstorden

Anerkennung für Lebenswerk von Thomas Aumüller

20.02.2018Hessisches Ministerium der Justiz

Eva Kühne-Hörmann hat heute dem früheren Präsidenten des Oberlandesgerichts, Thomas Aumüller, den Hessischen Verdienstorden überreicht. Thomas Aumüller war von 2006 bis 2012 Präsident des Oberlandesgerichts und prägte die Justiz in dieser Zeit maßgeblich.

eva_kuehne-hoermann_-_thomas_aumueller_nebst_gattin.jpg

Justizministerin Eva Kühne-Hörmann und Thomas Aumüller, Präsident des Oberlandesgerichts a.D. nebst Gattin
Justizministerin Eva Kühne-Hörmann und Thomas Aumüller, Präsident des Oberlandesgerichts a.D. nebst Gattin
© Hessische Staatskanzlei

„Sehr geehrter Herr Aumüller, auch wenn Ihr Ausscheiden aus dem aktiven Justizdienst schon etwas zurückliegt, sind die von Ihnen hinterlassenen Spuren an vielen Stellen noch gegenwärtig. Sie haben die ordentliche Justiz durch eine wechselvolle Zeit geführt, eine Zeit des Umbruchs und der Veränderungen. Dabei haben Sie stets darauf geachtet, die hohen Ansprüche der Justiz zu bewahren und so viele Grundlagen geschaffen, von denen wir heute noch profitieren“, so Eva Kühne-Hörmann bei der Überreichung des Verdienstordens im kleinen Kreise.

Höchste Ehrungen des Landes Hessen

„Der Hessische Verdienstorden wurde 1989 vom damaligen Ministerpräsidenten Dr. Walter Wallmann als hessische Entsprechung zum Bundesverdienstorden gestiftet. Er gehört zu den höchsten Ehrungen unseres Landes und ist Ausdruck der Wertschätzung und des Dankes für hervorragende Dienste um das Land Hessen. Und ich bin froh, sehr geehrter Herr Aumüller, dass ich Ihnen diese Ehrung im Namen des Ministerpräsidenten überreichen darf. Denn Ihr Lebensweg ist geradezu beispielhaft dafür, was die Initiatoren des Preises wohl vor Augen hatten. Pflichtbewusstsein, Einsatz über die Maßen und den Mut, Veränderungen einzuleiten und zu begleiten. Der Hessische Verdienstorden steht deshalb nicht nur für den Dank und die Anerkennung des Geleisteten, sondern ist auch ein Zeichen des Respekts für die privaten Einschnitte, die man zwangsläufig für ein solches Engagement in Kauf nehmen muss. Sie haben der hessischen Justiz mit Ihrem Lebenswerk wahrlich gedient“, sagte Eva Kühne-Hörmann, die ihre Worte mit den besten Wünschen für die Gesundheit verband.

Thomas Aumüller wurde am 23. März 1949 in Frankfurt geboren. Nach dem Abitur im Jahre 1967 studierte er dort Rechtswissenschaften. Seine erste juristische Staatsprüfung legte er im Jahr 1972 ab. Nach dem juristischen Vorbereitungsdienst im Landgerichtsbezirk Wiesbaden folgte im Jahr 1975 das zweite juristische Staatsexamen. Ab 1975 war er Richter auf Probe beim Amts- und beim Landgericht Frankfurt am Main, bevor er 1978 zum Richter auf Lebenszeit am Landgericht Frankfurt ernannt wurde.

Ab 1987 war Thomas Aumüller - zunächst als Parlamentsreferent im Ministerbüro - an das Hessische Ministerium der Justiz abgeordnet, die Versetzung erfolgte 1991. Bis 1999 war er dort als Leiter des Organisationsreferats und zuletzt bis November 2001 als Abteilungsleiter Justizvollzug tätig.

1988 wurde er zum Richter am Oberlandesgericht - unter Fortdauer der Abordnung an das Justizministerium - ernannt. Von Dezember 2001 bis zum 30. Juni 2006 war er Präsident des Landgerichts Darmstadt. Danach war er bis zum Jahr 2012 Präsident des Oberlandesgerichts.

Kontakt für Pressevertreter

Pressesprecher: 
Herr René Brosius
Hessisches Ministerium der Justiz
+49 611 32 26 95
+49 611 32 26 91
pressestelle@hmdj.hessen.de
Schließen