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Einweihung der Scan-Stelle im Amtsgericht Büdingen

Arbeitsplätze für Schwerbehinderte: „Teilhabe am Erwerbsleben ist Bestandteil für zufriedenes Leben“

28.11.2018Hessisches Ministerium der Justiz

Im Namen von Justizministerin Eva Kühne-Hörmann weihte heute Ministerialdirigent Olaf Nimmerfroh, Leiter der Zentralabteilung im Hessischen Ministerium der Justiz, die Scan-Stelle im Amtsgericht in Büdingen ein.

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© Victoria Graça / Fotolia

In seinem Grußwort betonte er die Bedeutung des Landes Hessen als Arbeitgeber für schwerbehinderte Menschen. „Das Land Hessen hat als Arbeitgeber eine besondere Stellung und Verantwortung gegenüber Menschen mit Schwerbehinderung, denn für jeden Menschen – ganz gleich, ob schwerbehindert oder nicht – stellt die Teilhabe am Arbeitsleben ein Stück Lebensqualität und Zufriedenheit dar“, sagte Ministerialdirigent Olaf Nimmerfroh und fuhr fort: „Immer wieder konnten in den letzten Jahren viele Menschen mit Behinderung in den Scan-Stellen eingesetzt werden. Gerade die Scan-Stellen, wo zu archivierende Akten digitalisiert werden, bieten ein gutes Einsatzgebiet für Menschen mit Behinderungen in der Justiz. So hat die hessische Justiz in diesem Bereich 71 sinnvolle und zukunftsorientierte Arbeitsplätze geschaffen“, sagte Olaf Nimmerfroh.

Dem schloss sich die Direktorin des Amtsgerichts an. „Im Amtsgericht Büdingen arbeiten insgesamt 71 Richterinnen und Richter sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, von denen 16 eine Schwerbehinderung haben. Das ist für unser Gericht eine große Bereicherung und ich freue mich, dass Menschen mit Schwerbehinderung in der Justiz immer willkommen sind“, sagte Inge Staples, Direktorin des Amtsgerichts Büdingen.

„Das Land Hessen unterstützt deshalb Menschen mit Behinderungen, um ihnen ein erfülltes Erwerbsleben zu ermöglichen. Im letzten Jahr waren 9,56 Prozent aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der hessischen Justiz Menschen mit Schwerbehinderung“, sagte Olaf Nimmerfroh und ergänzte: „In der neu eingerichteten Scan-Stelle beim Amtsgericht Büdingen werden jetzt acht Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Schwerbehinderung tätig sein, die ihren Arbeitsplatz barrierefrei erreichen können“, sagte Ministerialdirigent Olaf Nimmerfroh abschließend in seinem Grußwort.

Hintergrund

Mit der Scan-Stelle beim Amtsgericht Büdingen wird nach dem Amtsgericht Kassel (1986), dem Landgericht Marburg, dem Amtsgericht Bad Homburg, dem Amtsgericht Groß-Gerau, dem Amtsgericht Hünfeld (alle 1994), dem Landgericht Kassel (2011), dem Amtsgericht Dieburg (2012), dem Sozialgericht Kassel (2013), dem Verwaltungsgerichtshof Kassel (2014), dem Amtsgericht Rüsselsheim (2015), dem Sozialgericht Fulda (2018) nunmehr die zwölfte Scan-Stelle in der hessischen Justiz in Betrieb genommen. Mittlerweile sind in den zwölf Scan-Stellen 71 Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung geschaffen. Weiter ist damit erreicht worden, Aktenmaterial digital zu sichern und so Archivräume freizusetzen. Zur Einrichtung der neuen Scan-Stelle beim Amtsgericht Büdingen wurde im Vorfeld die seit Jahren leerstehende Hausmeisterwohnung durch Umbaumaßnahmen so in das Amtsgerichtsgebäude integriert, dass diese Räumlichkeiten als Büroräume genutzt werden können. So war es möglich, die Scan-Stelle barrierefrei erreichbar im Erdgeschoss unterzubringen.

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Pressesprecher: 
Herr Matthias Grund
Hessisches Ministerium der Justiz
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