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Hessen lebt Respekt

Beiträge aus dem Schulprojekt „Respekt digital“ vorgestellt

16.11.2017Hessisches Ministerium der Justiz

Justizministerin Eva Kühne-Hörmann und LPR Hessen-Direktor Joachim Becker: „Jugendliche zeigen, dass mehr Respekt und Problem-bewusstsein wichtige Leitlinien für den Umgang im Internet sind.“

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Respekt digital
Justizministerin Eva Kühne-Hörmann und LPR Hessen-Direktor geben gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern aus dem Projekt "Respekt digital" den Startschuss zur Veröffentlichung der ersten, ausgewählten Beiträge gegen Hass im Netz.
© Staatskanzlei

Ein wichtiges Zeichen haben Jugendliche aus fünf Schulen in Büdingen, Darmstadt, Fulda, Gießen und Kassel im Projekt „Respekt digital“ der Hessischen Landesregierung und der Hessischen Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (LPR Hessen) gesetzt. Die Schülerinnen und Schüler haben sich im Rahmen der Initiative „Hessen lebt Respekt“ in mehrtägigen Workshops im Zeitraum Mai bis Juni 2017 mit den Auswirkungen von Hetze und Hass im Internet beschäftigt und insgesamt 36 eigene Medienproduktionen hergestellt. Zum Abschluss des Projekts wurde eine große Auswahl dieser Beiträge heute in der Alten Universitätsbibliothek Gießen im Rahmen einer Veranstaltung mit den teilnehmenden Schulklassen und -Gruppen von der Hessischen Justizministerin Eva Kühne-Hörmann und dem Direktor der LPR Hessen, Joachim Becker, vorgestellt.

„Ob WhatsApp, Instagram oder Snapchat – nahezu alle 12-19-Jährigen tauschen sich heute regelmäßig über soziale Medien aus und offenbaren auf Online-Plattformen viel von ihrer Persönlichkeit“, unterstrich die Ministerin die hohe Relevanz der digitalen Kommunikation. „Es ist besorgniserregend, dass dabei bereits mehr als ein Drittel der Jugendlichen selbst oder im Freundeskreis Erfahrung mit persönlichen Beleidigungen bis hin zu Cybermobbing gemacht haben. Auch ist für sie oft nicht leicht zu erkennen, was Wahrheit, Fälschung oder ein verwirrend gut gemachter Mix davon ist.“ In den Workshops haben sich die beteiligten Schülerinnen und Schüler deshalb intensiv mit Coaches der Bildungsagentur medienblau mit diesen negativen Netzphänomenen auseinandergesetzt und ihre Antwort unter Anleitung von Medienprofis in eigenen Dokumentationen, Hörspielen, Umfragen, Songs und Trickfilmen aufbereitet. „Ihre Beiträge bringen die Konsequenzen von Mobbing und Stimmungsmache unter dem Deckmantel der Anonymität auf den Punkt. Gleichzeitig zeigen sie auch in jugendspezifischer Sprache und Bildern, dass mehr Respekt und ein größeres Problembewusstsein wichtige Leitlinien für den Umgang im Internet sind. Es freut mich sehr, dass sich ihre intensive Beschäftigung mit den sozialen Medien in derartig eindrucksvollen Statements für mehr Respekt im Netz niedergeschlagen hat“, lobte Kühne-Hörmann die vorgestellten Produktionen.

Konsequenzen von Mobbing und Hasskommentare vermitteln

„Jugendliche wissen oft nicht, was sie mit Hasstiraden in der virtuellen Welt auch ganz real anrichten“, stellte LPR Hessen-Direktor Joachim Becker fest. „Wir wollten ihnen in den Workshops vermitteln, welche Konsequenzen Mobbing und Hasskommentare nicht nur allgemein für die Gesellschaft, sondern ganz konkret für ihre persönliche Lebenswelt haben. Es ist ein großer Erfolg des Kooperationsprojektes, dass wir ihre Sensibilität für die Folgen und Negativseiten der digitalen Kommunikation so sichtbar gestärkt haben. Besser und verständlicher können wir nicht für ein respektvolleres Verhalten auch im Internet werben als mit den Beiträgen, die von Jugendlichen für Jugendliche erstellt wurden.“

Die Justizministerin und der Direktor der LPR Hessen haben im Rahmen der Veranstaltung in Gießen den Startschuss für den Online-Einsatz der fünf gelungensten Produktionen, je einer aus den beteiligten Schulen (Wolfgang-Ernst-Gymnasium Büdingen, Justus-Liebig-Schule Darmstadt, Rabanus Maurus Gymnasium Fulda, Wirtschaftsschule am Oswaldgarten Gießen und Oskar-Miller-Schule Kassel), gegeben. Diese und weitere Beiträge aus den Workshops werden im Rahmen der Initiative „Hessen lebt Respekt“ auf Facebook verbreitet und sind auch online auf den Webseiten "Hessen lebt Respekt" und "Hessischen Landesanstalt für privaten Rundfunk" anzusehen.

Hintergrund:

Die Hessische Landesregierung hat das Jahr 2017 zum „Jahr des Respekts“ ausgerufen und wirbt mit konkreten Projekten in allen gesellschaftlichen Bereichen für mehr Respekt im gegenseitigen Umgang. Kooperationspartner der Projekte sind unter anderem die Verkehrsverbünde RMV, VRN und NVV, die Initiative „Sicher unterwegs in Hessen“ mit ihren Partnern, der Landessportbund und die Sportjugend Hessen sowie die Hessische Landesanstalt für den privaten Rundfunk und neue Medien (LPR Hessen). Als Medienpartner fungieren die Verlagsgruppe Rhein Main, Hit Radio FFH und der Hessischer Rundfunk (Fernsehen). Prominente Patin der Kampagne ist Nele Neuhaus mit ihrer Stiftung.

Kontakt für Pressevertreter

Pressesprecher: 
Herr René Brosius
Hessisches Ministerium der Justiz
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