Präventionsarbeit

Bericht des Landespräventionsrates - Justizministerin besucht Schulprojekt „Wir gegen Salafisten!“

17.03.2017Hessisches Ministerium der Justiz

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Justizministerin Eva Kühne-Hörmann besucht das Schulprojekt „Wir gegen Salafisten!“
Justizministerin Eva Kühne-Hörmann besucht das Schulprojekt „Wir gegen Salafisten!“
© HMdJ

Der Ort war gut gewählt. Denn die Übergabe des Berichtes des Hessischen Landespräventionsrates wurde dort vorgenommen, wo Prävention ansetzen und wirken soll.

„Ich danke heute nicht nur den vielen Menschen, die sich für die Präventionsarbeit engagieren, sondern auch den Schülerinnen und Schülern sowie der Schulleitung der Gerhart-Hauptmann- Realschule in Wiesbaden, für ihr Engagement bei der Verhinderung von Straftaten“, so die Justizministerin anlässlich der Übergabe des Berichtes.

„Kriminalität gar nicht erst entstehen lassen“

Die beste Art Kriminalität zu bekämpfen ist, sie gar nicht erst entstehen zu lassen. Diese klare Aussage aber im Alltag umzusetzen, bedarf Engagement und langfristigen Einsatz. Der Landespräventionsrat arbeitet seit fast 25 Jahren daran, diesen Ausspruch mit Leben zu erfüllen. Für diese Hartnäckigkeit und auch dafür, sich niemals entmutigen zu lassen, danke ich allen Mitgliedern des Landespräventionsrates, voran aber dem Vorsitzenden Prof. Dr. Dieter Rössner.

Erst im Juni letzten Jahres wurde das Projekt „Wir gegen Salafisten!“ vom Landespräventionsrat ausgezeichnet. „Ziel des Preises ist es, den vielen Helden des Alltags, den Menschen die ein Engagement beweisen und sich um andere in der Gesellschaft kümmern, ein Gesicht zu geben und ihre Arbeit zu würdigen. Ihr, liebe Schülerinnen und Schüler, gehört zu diesen Alltagshelden. Denn Ihr habt Euch auf kreative und innovative Weise des Themas Extremismus und Salafismus angenommen. Damit tragt Ihr ganz konkret dazu bei, dass Hass, religiöser Fanatismus und Extremismus in unserer Gesellschaft keinen Platz haben“, so die Justizministerin.

Projekte auch an anderen Schulen etablieren

Die Justizministerin warb dafür, solche Projekte auch an anderen Schulen zu etablieren. „Es gibt viele Angebote, die bei der Prävention unterstützen. Gerade junge Menschen sind oftmals Zielgruppe von extremistischen Blendern. Präventionsprojekte in den Schulen tragen dazu bei, dass die Immunkräfte der Gesellschaft gestärkt werden. Denn was vielleicht mit einem vermeintlich spannenden Video im Internet oder in den sozialen Medien beginnt, entpuppt sich nicht selten als Kontaktanbahnung extremistischer Gruppen, die gezielt Kinder und Jugendliche ansprechen“, so die Justizministerin.

„In Hessen gibt es inzwischen weit über 170 kommunale Gremien und Zusammenschlüsse sowie eine große Anzahl einzelner Präventionsprojekte. Nicht zuletzt dieser wertvollen Arbeit ist es zu verdanken, dass die Kriminalitätsraten in Bereichen wie der Jugendkriminalität seit Jahren rückläufig sind. Der Bericht des Landespräventionsrates zeigt sehr eindrücklich, wie Präventionsarbeit in Hessen umgesetzt wird. Er ist ein wichtiger Baustein, Hessen weiterhin sicher zu machen“, so Kühne-Hörmann. 

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