Opferhilfe Fulda e.V.

Einweihung Räumlichkeiten Opferhilfe Fulda e.V.

12.04.2018Hessisches Ministerium der Justiz

Eva Kühne-Hörmann: „Opfer von Straftaten unterstützen“

Justizministerin Eva Kühne-Hörmann, Polizeipräsident Günther Voß
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Justizministerin Eva Kühne-Hörmann, Polizeipräsident Günther Voß
© HMdJ

Fulda – Justizministerin Eva Kühne-Hörmann hat heute gemeinsam mit dem Oberbürgermeister der Stadt Fulda, Dr. Heiko Wingenfeld, dem Polizeipräsidenten und Vorstandsmitglied, Günther Voß, dem Vizepräsidenten des Landgerichts Fulda und Landesvorsitzenden des Weißen Ringes, Dr. Patrick Liesching sowie Herrn Dr. Christoph Gebhardt, vom Förderverein für die Opferhilfen in Hessen, die Räumlichkeiten der neu gegründeten Opferhilfe in Fulda eingeweiht.

In ihrem Grußwort ging die Justizministerin auf die Bedeutung des Opferschutzes ein: „Die Gründung der Opferhilfe in Fulda vor wenigen Monaten und nun die offizielle Eröffnung der neuen Räumlichkeiten vor Ort sind echte Meilensteine bei unseren Bemühungen im Ausbau unseres flächendeckenden Angebotes im Bereich Opfer- und Zeugenschutz. Den Schutz der Opfer und Zeugen von Straftaten sehe ich als eine der wichtigsten Aufgaben an. Opfer oder Zeuge einer Straftat zu werden ist ein einschneidendes Erlebnis. Man stellt sich die Frage: „Warum ist das gerade mir passiert?“ oder „Was habe ich falsch gemacht?“. Die Opferhilfevereine bieten in solchen Situationen professionelle Unterstützung an und sind so ein wichtiger Bestandteil unserer Opferschutzmaßnahmen.“

„In den letzten Jahren haben wir im Bereich Opfer- und Zeugenschutz viel erreicht. Mit knapp über einer Million Euro hat das Land Hessen noch nie so viel für den Opfer- und Zeugenschutz ausgegeben, wie in den letzten und in den kommenden Jahren. Zahlreiche Zeugen- und Kinderzeugenzimmer wurden eingerichtet und für die psychosoziale Prozessbetreuung von Opfern und Zeugen setzen wir jährlich 250.000 Euro zusätzlich ein. Natürlich ist der beste Opferschutz, erst gar keine Opfer entstehen zu lassen. Deshalb haben wir in den vergangenen Jahren auch sehr viele Maßnahmen im Bereich der Kriminalitätsprävention ergriffen. In vielen Bereichen, etwa der Jugendkriminalität, kann man einen signifikanten Rückgang der Kriminalität verzeichnen. Das ist auch Ergebnis dieser Arbeit“, so Kühne-Hörmann, die ankündigte: „Es gibt aber auch kriminelle Wachstumsfelder, etwa der Bereich der Kinderpornografie im Internet sowie die Internetkriminalität im Allgemeinen. Hier werden wir unsere Arbeit sowohl im Bereich der Prävention als auch im Bereich der Verfolgung von Straftaten weiter intensivieren.“

„Opfer und Zeugen von Straftaten sind aber auch bei der Tataufarbeitung besonders wichtig. Wir müssen eine Atmosphäre schaffen, bei denen sich Opfer und Zeugen von Straftaten auch getrauen, gegen die Straftäter auszusagen. Nur wenn die Justiz verwertbare Aussagen im Strafverfahren erhält, können die Täter auch zur Rechenschaft gezogen werden. Das geht nur, wenn das Opfer oder die Zeugen keine Angst vor einer Aussage vor Gericht haben. Das Schweigen der Opfer darf nicht zur Waffe der Täter im Strafverfahren werden“, so die Justizministerin weiter.

„Die Betreuung von Opfern ist mit der Begleitung des Strafverfahrens nicht abgeschlossen. Anzeigeerstatter oder auch Zeugen wollen manchmal einfach nur wissen, wie die Verfahren ausgegangen sind oder haben andere Fragen zum Verfahren. Auch hier können die Opferberatungsstellen wichtige Partner und Anlaufpunkt sein. Wir werden deshalb in Hessen nicht nachlassen, das Angebot im Bereich Opfer- und Zeugenschutz weiter auszubauen“, so die Justizministerin.

„Das geht nicht ohne Partner. Ich bin deshalb sehr dankbar, dass sich, wie auch in anderen Standorten in Hessen, die Partner in Fulda gefunden haben. Polizei, Staatsanwaltschaft, Opferhilfevereine und der Weiße Ring verbinden große Erfahrung und viel Fingerspitzengefühl im Umgang mit den Betroffenen. Die offizielle Einweihung der Räumlichkeiten möchte ich deshalb auch dazu nutzen, allen die zur Verwirklichung des Projektes beigetragen haben, zu danken und Ihnen für die Arbeit die jetzt vor Ihnen liegt, viel Erfolg zu wünschen“, sagte Eva Kühne-Hörmann in ihrem Grußwort.

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