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Wochen der Wissenschaft

Justizministerin Eva Kühne-Hörmann besucht das Fraunhofer IWES Kassel

02.12.2016Hessisches Ministerium der Justiz

„Wissenschaft und Forschung sind ein Motor für Zukunftsfähigkeit, Fortschritt, Wachstum und für Arbeitsplätze in unserem Land."

Wissenschaft und Forschung stehen im Fokus der politischen Arbeit der schwarz-grünen Landesregierung. Um die besondere Bedeutung dieser Bereiche für Hessen zu verdeutlichen, besuchen Ministerinnen und Minister während der Schwerpunkt-Wochen im Bereich Wissenschaft, Forschung und Lehre ausgewählte Projekte und informieren sich in Hochschulen und Forschungseinrichtungen.

„Wissenschaft und Forschung sind ein Motor für Zukunftsfähigkeit, Fortschritt, Wachstum und für Arbeitsplätze in unserem Land. Das gilt mehr denn je und es ist wichtig, dass wir hier in Hessen, auch dank zahlreicher Initiativen und finanzieller Förderung der Landesregierung, gut aufgestellt sind“, sagte Justizministerin Eva Kühne-Hörmann, die ergänzte: „Es ist ein gutes Gefühl zu sehen, wie gut sich langfristig angelegte Projekte in Hessen und Kassel entwickeln.“

Beispielsweise habe sich das bundesweit einzigartige Forschungsförderungsprogramm LOEWE für eine exzellente Forschung in Hessen etabliert. Zudem entwickele sich Darmstadt immer mehr zum Zentrum der Cybersicherheit.

Investitionen

„Die Landesregierung investiert mit dem Haushalt 2017 insgesamt 2,684 Milliarden Euro in Wissenschaft, Forschung und Lehre – alles für die weitere gute Entwicklung unseres Landes. Wir setzen auch im kommenden Jahr einen besonderen Schwerpunkt bei Forschung und Bildung, denn die Wissenschaft ist der Motor für Innovation und damit für den Wohlstand in Hessen. Die Gelder sind eine gute Investition in die Zukunft unseres Landes“, bekräftigt die Justizministerin.

Auch finanziell können Hessens Hochschulen mit mehr rechnen: Für ihre Grundfinanzierung stellt das Land Hessen den Hochschulen planmäßig 18,6 Millionen Euro mehr zur Verfügung – damit steigt die Summe auf 1,6 Milliarden Euro. Hinzu kommen 302 Millionen Euro aus dem Hochschulpakt 2020, den das Land Hessen zur Hälfte finanziert und aus dem anteilig auch Baumaßnahmen realisiert werden. Mit dem Geld können die Hochschulen vor allem auf die gewachsene Zahl von Studienanfängern reagieren. „Mit dieser Steigerung der Landesförderung stellt die Landesregierung einmal mehr unter Beweis, dass wir neben leistungsfähigen Hochschulen auch auf eine hervorragend ausgestattete soziale Infrastruktur für die Studierenden Wert legen“, so die Ministerin.

Fraunhofer IWES in Kassel

Das Fraunhofer IWES in Kassel hat in den Jahren seit 2009 sein Profil als Institut für Energiesystemtechnik systematisch geschärft und beabsichtigt, Kassel zu einer ersten Adresse in der Begleit- und Umsetzungsforschung zur Energiewende in Deutschland zu machen. Dabei stehen die Schwerpunktthemen Energiewirtschaft und die Systemintegration im Fokus der Arbeit, die in den letzten Jahren gerade in Deutschland immer wichtiger geworden sind und sich in einem fundamentalen Wandel befinden.

„Um der aktuellen Phase der permanenten Veränderung durch die Energiewende und den Anforderungen des Klimawandels zu begegnen, sind vorausschauende und nachhaltige Lösungen gefragt, die bei komplexen Entscheidungen helfen, schnell zum Einsatz kommen und wichtige Ergebnisse zuverlässig liefern können. Das IWES begleitet mit seinen Leistungen die Entwicklung der (regulierten) Märkte durch Systemanalysen und Politikberatung sowie die Marktintegration erneuerbarer Energien durch die Verknüpfung von Markt und Technik“, so Professor Dr. Clemens Hoffmann, Leiter des Fraunhofer IWES in Kassel.

Das Fraunhofer IWES Kassel ist auch mit universitären und außeruniversitären Forschungseinrichtungen intensiv vernetzt. Die Universität Kassel mit ihrem Schwerpunkt auf den Themen erneuerbarer Energien und rationeller Energienutzung spielt dabei eine besondere Rolle. „Schon früh gab es regionale Unternehmen als Partner, um die für den effizienten Einsatz von Wind-, Solar- und Bioenergie erforderliche Systemtechnik voranzutreiben. Nicht zuletzt durch die positive Entwicklung des Fraunhofer IWES hat sich in den vergangenen drei Jahrzehnten Nordhessen mit dem Oberzentrum Kassel zur führenden Region im Bereich der dezentralen, umweltfreundlichen und ressourcenschonenden Energiesysteme entwickelt“, berichtet die Justizministerin.            

National und international

Auf nationaler und internationaler Ebene arbeitet das Institut mit zahlreichen öffentlichen und industriellen Forschungseinrichtungen erfolgreich zusammen. Die Forschungsergebnisse fließen über die Mitarbeit zahlreicher Wissenschaftler des Instituts in nationalen und internationalen Gremien in die Standardisierung und Normung ein. Als fachlicher Berater bringt das Fraunhofer IWES seine Kompetenzen auch in die Gestaltung von politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ein. Für das Land Hessen arbeitet das IWES gerade an einer Studie zum Ausbau der Verteilnetze, der flexiblen Nutzung von Biogas und der Zukunfts-Speichertechnologie „Power-to-Gas“ im Hessischen Biogasforschungszentrum (HBFZ) in Bad Hersfeld, sowie einem neuen Schwerpunkt für gekoppelte Strom-Wärme-Versorgungssysteme. Darüber hinaus engagiert es sich in der Vorstandsarbeit des neuen hessischen House-of-Energy. 

Standort Kassel

„Aktuell bereitet die Fraunhofer-Gesellschaft am Standort Kassel einen Neubau vor, in dem neben den gut 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des IWES auch die ebenfalls in Kassel ansässige Projektgruppe des Fraunhofer-Instituts für Bauphysik (IBP) untergebracht werden soll (IWES 2020). Der Baubeginn ist für den Sommer 2017 geplant. In der ersten Baustufe sollen bis 2020 die Gebäude, Labore und Testzentren für rund 330 Arbeitsplätze mit einem Investitionsvolumen von 60 Millionen Euro  umgesetzt werden. Das Land Hessen und das Bundesforschungsministerium finanzieren den Neubau je zur Hälfte“, so die Ministerin.

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