Grundsanierung

Justizministerin stellt Musterhaftraum der Öffentlichkeit vor

11.09.2020Hessisches Ministerium der Justiz

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Vergitterte Fenster der JVA Kassel
© HMdJ

Die Hessische Justizministerin Eva Kühne-Hörmann hat heute der Öffentlichkeit den Musterhaftraum der Justizvollzugsanstalt Kassel I vorgestellt. Der Musterhaftraum besteht zu großen Teilen aus Möbelstücken und Inventar, mit dem die Haftzellen der renovierten Justizvollzugsanstalt Kassel I in der Zukunft ausgestattet werden sollen. Die im Jahr 1882 erbaute Justizvollzugsanstalt Kassel I wird derzeit grundsaniert. Der bauliche Zustand, aber auch die heutigen Aufgaben und Ziele des Vollzuges erfordern Anpassungen der baulichen Gegebenheiten der Justizvollzugsanstalt Kassel. Aufgrund pandemiebedingter Einschränkungen wurde die Musterhaftzelle nicht wie üblich innerhalb der Anstalt errichtet, sondern im Gebäude des ehemaligen Hessischen Verwaltungsgerichtshofs.

Hessens Justizministerin erläuterte am Rande der Besichtigung: „Die Musterzelle ist ein sehr wichtiger Bestandteil der weiteren Planungen. Durch diese können sich alle am Bau Beteiligten einen Eindruck verschaffen, wie Technik und Einrichtungsgegengenstände in Qualität und Ausführung miteinander harmonieren und ob alle Belange des Justizvollzuges geeignet realisiert worden sind. Daneben ermöglicht der Musterhaftraum den beteiligten Bauhandwerkern auch anschaulich die Möglichkeit, sich vor Beginn ihrer Arbeiten über ihren Einsatzort zu informieren – und sei es nur, um zu wissen, welche Anschlüsse wo zu legen sind. Solche Musterzellen sind bei Sanierungen von Justizvollzugsanstalten gang und gäbe und tragen zum reibungslosen Ablauf solcher Projekte bei. Außerdem ergibt sich heute eine einmalige Gelegenheit, der Öffentlichkeit zu präsentieren, wie ein Haftraum in der Justizvollzugsanstalt Kassel I aussehen wird – ansonsten kann die Musterzelle aus Sicherheitsgründen leider nicht frei zugänglich sein. Sobald solche Musterzellen nicht mehr benötigt werden, werden sie wieder abgebaut.“

Zum Hintergrund:

Die JVA Kassel I ist eine Justizvollzugsanstalt höchster Sicherheitsstufe. Sie ist zuständig für die Vollstreckung von Freiheitsstrafen an männlichen Erwachsenen und für den Vollzug der Untersuchungshaft an männlichen Erwachsenen. Zudem ist sie mit dem angegliederten Zentralkrankenhaus landesweit zuständig für männliche wie auch weibliche Gefangene, die einer ständigen ärztlichen Betreuung oder einer stationären Krankenhausbehandlung bedürfen.

Seit Januar 2010 gehören die Abteilung des offenen Vollzuges in Baunatal sowie die Abteilung in Kaufungen für den geschlossenen Vollzug für Frauen und weibliche Jugendliche der JVA Kassel I an.

Nach der flügelweisen Grundsanierung des Sterngebäudes, zu dem 4 Unterkunftsflügel sowie der Verwaltungsflügel gehören, soll die JVA Kassel zukünftig über 400 Haftplätze (derzeit 508 Haftplätze) verfügen. Hierzu wurde ein Konzept zur abschnittsweisen Sanierung der 4 Unterkunftsflügel sowie eine Sanierung bzw. ein Neubau des Wirtschaftsgebäudes mit einem Kostenrahmen in Höhe von insgesamt 100 Millionen Euro vereinbart. Insgesamt dürfte die Sanierung der Hafthäuser über 10 Jahre dauern.

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