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„Komm, mach MINT!“

Justizministerin tritt Nationalem Pakt bei

29.11.2017Hessisches Ministerium der Justiz

Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik – das sind typischerweise keine Fachrichtungen von Frauen. Mit dem Aufruf „Komm, mach MINT!“ will der Nationale Pakt für Frauen in MINT-Berufen dies ändern und insbesondere junge Frauen zu den sogenannten MINT-Berufen und -Studiengängen ermuntern.

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Justizministerin Eva Kühne-Hörmann bei der Auftaktveranstaltung „Komm, mach MINT!“ in Bad Vilbel
Justizministerin Eva Kühne-Hörmann bei der Auftaktveranstaltung „Komm, mach MINT!“ in Bad Vilbel
© HMdJ

Das Hessische Ministerium der Justiz ist deshalb dem Nationalen Pakt für Frauen in MINT-Berufen beigetreten und unterstützt damit junge Frauen, die Interesse im naturwissenschaftlich-mathematischen Bereich haben und sich an der Schnittstelle zwischen Schule, Studium und Ausbildung befinden, um sich für diese Berufe zu entscheiden.

„Die Initiative für mehr Frauen in den MINT-Berufen erreicht diese Zielgruppe mit großem Erfolg. ‚Komm, mach MINT!‘ vernetzt bereits über 250 Partner aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Medien – und das Hessische Ministerium der Justiz ist jetzt Teil dieses beeindruckenden Netzwerkes!“, so die Justizministerin.

‚Komm, mach MINT!‘

Die Verknüpfung ist nicht auf den ersten Blick offensichtlich. Aber in der hessischen Justiz finden sich schon jetzt viele technikaffine Berufe. Informatik wird für die Arbeit in der Justiz immer wichtiger. Nicht ohne Grund wurde daher die IT-Stelle der hessischen Justiz aus dem hessischen Justizministerium herausgelöst und organisatorisch verselbstständigt. „Das spannende Tätigkeitsfeld in der IT-Stelle bietet viele Chance für junge Frauen. Wir brauchen Systemadministratoren und andere IT-Spezialisten, um den technischen Support und die IT-Sicherheit für unsere Gerichte, Staatsanwaltschaften und Justizvollzugsanstalten sicherzustellen. Auch der elektronische Postverkehr an den Gerichten oder die elektronische Akte, mithin das ganze E-Justice-Programm der hessischen Justiz, ist ohne kluge IT-Köpfe nicht umsetzbar“, so Eva Kühne-Hörmann, und weiter: „Im Wettbewerb um die fähigsten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stehen wir immer in Konkurrenz zu der privaten Wirtschaft. Deshalb ist es wichtig, die Justiz mit dem Stichwort MINT zu verknüpfen.“

Auch in den klassischen Tätigkeitsfeldern der Justiz wie den Staatsanwaltschaften wird hoher Technikverstand immer wichtiger. Die Justizministerin: „Der sich stetig verändernden Cyberkriminalität können wir nicht mehr nur mit rein juristischem Sachverstand Herr werden. Wir brauchen auch hier exzellent ausgebildete und technikaffine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sich beispielsweise in der ZIT der Bekämpfung der schweren Internetkriminalität stellen.“ Die Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität, die ZIT mit Standort in Gießen, bearbeitet hessenweit Ermittlungsverfahren wegen besonders schwerwiegender oder umfangreicher Internetstraftaten.

„Der Bedarf an IT-Berufen in der Justiz ist groß, weshalb ich mich besonders freue, das MINT-Programm durch den Beitritt des Justizministeriums zu fördern. Die Gleichberechtigung von Frauen und Männern wird weiter vorangebracht, wenn wir mehr Frauen auch in MINT-Berufen haben. Deshalb unterstütze ich diese Initiative schon aus persönlicher Überzeugung heraus. Als hessische Justizministerin unterstütze ich diese Initiative aber auch im Interesse der ganzen Justiz“, so Eva Kühne-Hörmann.

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