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Zukunftswochen „Gesellschaftlicher Zusammenhalt“

Justizstaatssekretär besucht die Täter-Opfer-Ausgleichsstelle des Diakonischen Werks Darmstadt-Dieburg

17.05.2018Hessisches Ministerium der Justiz

Im Rahmen der Zukunftswochen „Gesellschaftlicher Zusammenhalt“ besuchte Justizstaatssekretär Thomas Metz heute die Täter-Opfer-Ausgleichsstelle des Diakonischen Werks Darmstadt-Dieburg.

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Justizstaatssekretär Metz (3. v.l.) beim Besuch des Diakonischen Werks Darmstadt-Dieburg
Justizstaatssekretär Metz (3. v.l.) beim Besuch des Diakonischen Werks Darmstadt-Dieburg
© Diakonisches Werk Darmstadt-Dieburg

„Wenn Menschen mit unterschiedlichen Ansichten, Wertvorstellungen und Interessen aufeinandertreffen, können Konflikte entstehen. Kommt es in solchen Situationen zu Straftaten wie insbesondere Körperverletzung, Bedrohung, Beleidigung und Nötigung, kann das Instrument des Täter-Opfer-Ausgleichs eingreifen. Die geschädigten Opfer wünschen sich einen Ausgleich des entstandenen Schadens, dem Täter soll seine persönliche Verantwortung vor Augen geführt werden. Eine verbindliche Vereinbarung zwischen Opfer und Täter bietet zugleich die Basis für die Wiederherstellung des sozialen Friedens, indem Konflikte als Auslöser der Straftat aufgearbeitet werden“, erläuterte Justizstaatssekretär Thomas Metz die Funktion des Täter-Opfer-Ausgleichs.

Seit 20 Jahren bietet das Diakonische Werk Darmstadt-Dieburg in Kooperation mit der Staatsanwaltschaft Darmstadt erfolgreich den Täter-Opfer-Ausgleich an. „Beschuldigte können durch ihre Einsicht und Bereitschaft zum Perspektivwechsel Haltung zeigen und so die Würde und Selbstachtung der Geschädigten stärken oder wiederherstellen. Geschädigte haben die Möglichkeit, aus der Opferrolle herauszutreten und selbstbestimmt zu entscheiden, was sie benötigen, um sich wirklich entschädigt zu fühlen.“, sagte Andreas Glock vom Diakonischen Werk.

„Ergebnis des Täter-Opfer-Ausgleichs kann eine Entschuldigung sein oder die Rückgabe von Gegenständen an den Geschädigten. Wichtig ist, dass eine einvernehmliche Lösung zur Konfliktregelung zwischen den Konfliktparteien durch die Vermittlungsstelle herbeigeführt und die Einhaltung der Vereinbarung durch sie überwacht wird“, so Staatssekretär Metz.

„Unser Ziel ist es, mit unseren vielfältigen Angeboten den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu fördern und zu stärken; dies finden wir in der Wiedergutmachung beim Täter-Opfer-Ausgleich, aber auch in unserer Arbeit mit von Ausgrenzung bedrohten oder ausgegrenzten Menschen.“, ergänzte Edda Haack, die Leiterin des Diakonischen Werks Darmstadt-Dieburg.

„In Hessen verfügen wir in den neun Landgerichtsbezirken über ein flächendeckendes Netz von Einrichtungen zur Durchführung des Täter-Opfer-Ausgleichs. Das ist ein wichtiger Beitrag für ein friedliches Miteinander und die Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts“, betonte Staatssekretär Metz abschließend.

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