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Hessen lebt Respekt

Preisträger von „Respekt, was geht? – Erzähl‘ Deine Story“ ausgezeichnet

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Auszeichnungen
24.01.2018Hessisches Ministerium der Justiz

Eva Kühne-Hörmann: „Junge Autoren zeigen ein eindrucksvolles Gespür für Respekt, Toleranz und Zivilcourage“

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Die Hessische Justizministerin Kühne-Hörmann und die Autorin Nele Neuhaus haben in Kassel fünf Preisträgerinnen und Preisträger des regionalen Schreibwettbewerbs „Respekt, was geht? – Erzähl‘ Deine Story“ ausgezeichnet.
© Hessische Staatskanzlei

Die Hessische Justizministerin Eva Kühne-Hörmann und die Autorin Nele Neuhaus haben heute in Kassel fünf Preisträgerinnen und Preisträger des regionalen Schreibwettbewerbs „Respekt, was geht? – Erzähl‘ Deine Story“ ausgezeichnet. Kathi Jatzko aus Schwalmstadt-Treysa, Leonie Kühlborn aus Melsungen, Aileen Landgrebe aus Bad Wildungen, Paul Reiß aus Ahnatal-Weimar und Jana Schmitt aus Homberg haben die ausgewählten Sieger-Texte zum Thema „Respekt“ geschrieben. Insgesamt waren 113 Einsendungen von Jugendlichen aus Nordhessen eingegangen. „Die Resonanz ist überwältigend und zeigt eine hohe Kreativität und erfreuliches Engagement. Dass die jungen Autorinnen und Autoren dabei ein so eindrucksvolles Gespür für Respekt, Toleranz und Zivilcourage zeigen, freut mich besonders“, sagte Ministerin Eva Kühne-Hörmann bei der Vorstellung der Preisträger. Auch Projektpatin Nele Neuhaus zeigte sich erfreut über die hohe Beteiligung und Qualität: „Die Region Nordhessen hat bei der Zahl der Einsendungen alle bisherigen Ausschreibungen übertroffen. Darunter sind viele spannende Geschichten mit einem großen Einfühlungsvermögen und Sprachwitz.“

Der Schreibwettbewerb, den die Hessische Landesregierung und die Nele-Neuhaus-Stiftung für die Initiative „Hessen lebt Respekt“ ausrichten, hat bisher in Gießen, Fulda und Wiesbaden stattgefunden. Außerdem läuft die Ausschreibung noch in Darmstadt. In der Region Nordhessen wurde die Ausschreibung in Kooperation mit der Stadtbibliothek Kassel und der Hessische/Niedersächsische Allgemein (HNA) durchgeführt.

Die ausgezeichneten Beiträge hat die Autorin sowohl nach inhaltlichen als auch fachlichen Kriterien ausgewählt. „Dies ist mir angesichts der Fülle guter Texte diesmal ausgesprochen schwergefallen“, resümierte Nele Neuhaus. „Die Erzählungen der jungen Menschen beschreiben sehr authentisch Negativerlebnisse aus ihrem Schulalltag, aber auch aus dem familiären Umfeld oder Freundeskreis. Die Handlung mag zwar fiktiv sein, aber oft mit erkennbar realem Hintergrund, der mich sehr berührt. Es ist wichtig, dass Kinder und Jugendliche dies in Worte fassen und für sich selbst Lösungswege entwickeln können, wie sie Mobbing, Ausgrenzung oder gar Gewalt entgegentreten wollen.“ Deshalb engagiert sich die Schriftstellerin auch mit ihrer Stiftung besonders für die Förderung der Lese-, Schreib- und Sprachkompetenz von Jugendlichen.

„Respekt durch Respekt“

„Das Erleben von Ausgrenzung, Mobbing oder auch einfach nur schlechtem Benehmen bewegt junge Menschen, weil sie täglich mit negativen Erlebnissen konfrontiert sind“, unterstrich Ministerin Eva Kühne-Hörmann. „Sie haben dabei ganz überwiegend ein starkes Gespür für Recht und Unrecht, für Anerkennung oder Ablehnung, für Respekt oder Missachtung. Dieser innere Kompass und das Eintreten für sich selbst und andere stärken ihr Selbstbewusstsein und ein gutes Zusammenleben – die Texte spiegeln dies ganz lebensnah wider.“ So spielt die Erzählung „Ich bin zwar ein Mädchen, aber ich verdiene Euren Respekt“ von Jana Schmitt (15 Jahre) auf dem Fußballplatz, während die zwölfjährige Aileen Landgrebe gekonnt beschreibt, was sich auf der Skipiste gehört. Die Geschichten „Aufwachen“ von Leonie Kühlborn (14 Jahre) und „Wie ich mich selbst kennenlernte“ von Kathi Jatzko (12 Jahre) erzählen beide in spannender Weise von dem Respekt vor sich selbst und vor anderen. Der 16-jährige Paul Reiß schafft es in seiner Kurzgeschichte „Respekt durch Respekt“, sehr viele Perspektiven auf den Respekt im täglichen Miteinander zu vereinen.

Die Justizministerin überreichte den ausgewählten Jugendlichen in Vertretung des Hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier eine Urkunde und lud sie zu einer zweitägigen Schreibwerkstatt mit Nele Neuhaus und anderen Coaches im März diesen Jahres ein, die von der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung ausgerichtet wird. Außerdem wurden unter allen Einsendern handsignierte Jugendbücher von Nele Neuhaus, DVDs, T-Shirts und Schlüsselanhänger verlost.

Hintergrund:

Die Hessische Landesregierung hat das „Jahr des Respekts“ ausgerufen und wirbt seit 2017 mit konkreten Projekten in allen gesellschaftlichen Bereichen für mehr Respekt im gegenseitigen Umgang. Kooperationspartner der Projekte sind unter anderem die Verkehrsverbünde RMV, VRN und NVV, die Initiative „Sicher unterwegs in Hessen“ mit ihren Partnern, der Landessportbund und die Sportjugend Hessen sowie die Landesanstalt für den privaten Rundfunk und neue Medien. Als Medienpartner fungieren die Verlagsgruppe Rhein Main, Hit Radio FFH und der Hessische Rundfunk (Fernsehen). Prominente Patin der Kampagne ist Nele Neuhaus mit ihrer Stiftung.

Im Rahmen des Schreibwettbewerbs „Respekt, was geht? – Erzähl‘ Deine Story“ werden in den Städten Gießen, Fulda, Wiesbaden, Kassel und Darmstadt in Kooperation mit der Nele Neuhaus-Stiftung und den jeweiligen Stadtbibliotheken und Tageszeitungen Geschichten von Kindern und Jugendlichen zu ihrem Respekt-Verständnis gesucht. Die besten fünf Erzählungen in jeder Stadt werden im Rahmen einer Lesung mit der Autorin vorgestellt und prämiert. Alle teilnehmenden Jugendlichen haben zum einen die Chance auf Teilnahme bei dieser Veranstaltung mit der Autorin und Veröffentlichung ihrer Beiträge. Zum anderen werden alle prämierten Erzählungen mit der Teilnahme an einer Schreibwerkstatt mit Nele Neuhaus im März 2018 belohnt.

Kontakt für Pressevertreter

Pressesprecher: 
Herr René Brosius
Hessisches Ministerium der Justiz
+49 611 32 26 95
+49 611 32 26 91
pressestelle@hmdj.hessen.de
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