Auszeichnung

Verleihung des 11. Hessischen Präventionspreises

20.09.2018Hessisches Ministerium der Justiz

„Prävention ist ein wichtiger Beitrag sowohl zur Bekämpfung der Kriminalität als auch zur Stärkung von Eigenverantwortung und Gemeinsinn. Der diesjährige Wettbewerb zeigt erneut, dass Hessen hier hervorragend aufgestellt ist“, erklärte Justizstaatssekretär Thomas Metz gestern anlässlich der Vergabe des 11. Hessischen Präventionspreises in Wiesbaden. Insgesamt 23 Projekte hatten sich an der Ausschreibung beteiligt.

1._preistraeger_fahrradwerkstatt_wolfhagen.jpg

Mit dem ersten Preis wurde in diesem Jahr das Projekt „Fahrradwerkstatt Wolfhagen“ ausgezeichnet.
Mit dem ersten Preis wurde in diesem Jahr das Projekt „Fahrradwerkstatt Wolfhagen“ ausgezeichnet.
© HMdJ

„Die Menschen haben einen Anspruch darauf, optimal vor Straftaten geschützt zu werden. Neben der konsequenten Verfolgung und Ahndung von Straftaten beinhaltet dies insbesondere auch die Vorbeugung“, betonte der Staatssekretär in seinem Grußwort und ergänzte: „Dieser wichtigen Aufgabe haben sich der Landespräventionsrat sowie die Präventionsräte auf kommunaler Ebene angenommen.“

Mit dem Preis werden alle zwei Jahre kriminalpräventive Projekte in Hessen unterstützt, die Vorbildfunktion besitzen und von Präventionsgremien zur Bewältigung bei übereinstimmenden Problemlagen übernommen werden können. Das diesjährige Preisgeld in Höhe von 6.000 Euro wurde erneut durch die Sparda-Bank Hessen eG gestiftet. „Sie fördern Projekte, die für die Allgemeinheit von Bedeutung sind. Damit nehmen Sie gesellschaftliche Verantwortung wahr. Dafür, und auch für die Bereitschaft, sich künftig kriminalpräventiv zu engagieren, gilt mein besonderer Dank“, sagte der Staatssekretär zu Markus Müller, Vorstandsvorsitzender der Sparda-Bank Hessen eG.

Der Vorsitzende des Landespräventionsrates Prof. Dr. Helmut Fünfsinn wies auf den besonderen Stellenwert der Prävention in der täglichen Arbeit der Justiz hin: „Es kommt nicht von ungefähr, dass der Landespräventionsrat beim Hessischen Ministerium der Justiz angesiedelt ist. Denn wir haben quasi von Amtswegen nicht nur mit den Tätern, sondern auch mit den Opfern von Straftaten zu tun. Jede Straftat, die wir verhindern können, verhindert, dass Menschen Opfer von Straftaten werden. Unsere tägliche Erfahrung ist deshalb auch der Antrieb, warum sich so viele Staatsanwältinnen und Staatsanwälte, aber auch Richterinnen und Richter ehrenamtlich in den kommunalen Präventionsräten und Opferschutzeinrichtungen engagieren.“

Staatssekretär Thomas Metz würdigte die besondere Qualität und Fantasie der 23 kriminalpräventiven Projekte, welche am diesjährigen Wettbewerb teilgenommen haben und verwies auf die Breite der präventiven Überlegungen. Diese reichten von Kompetenzvermittlung im Bereich Medien und Suchtmittelgebrauch, gerade bei jungen Menschen, über eindrucksvolle pädagogische und sportpädagogische Projekte, bis hin zu einer Kampagne, welche die demografische Entwicklung und die damit verbundenen Herausforderungen in den Blick nimmt.

Mit dem ersten Preis wurde in diesem Jahr das Projekt „Fahrradwerkstatt Wolfhagen“ ausgezeichnet.

Den zweiten Preis erhielten jeweils die Projekte „Prävention von Zwangsverheiratung und Gewalt im Namen der Ehre“ und „Ehrenamtliche Vormundschaft“.

Den dritten Preis teilen sich die Projekte „Willkommenstage in der frühen Elternzeit“ sowie „Die Konfliktlöser*innen“.

Einen Anerkennungspreis erhielt die Kampagne „Sicher im Alter“ des Polizeipräsidiums Westhessen und deren Kooperationspartner, dem Wiesbadener Verein Gesellschaft Bürger & Polizei e.V., dem Wiesbadener Kurier und dem Wiesbadener Tagblatt.

Übergeben wurden die Auszeichnungen durch den Vorstandsvorsitzenden der Sparda-Bank Hessen eG, Herrn Markus Müller, und Herrn Staatssekretär Thomas Metz.

„Ihr Einsatz in der Präventionsarbeit und Ihr ehrenamtliches Engagement kann gar nicht hoch genug gewürdigt werden. Sie alle tragen dazu bei, dass der ohnehin schon sehr hohe Standard der hessischen Präventionsarbeit immer noch weiter erhöht werden kann. Hierfür möchte ich Ihnen meinen ganz herzlichen Dank aussprechen“, betonte der Staatssekretär abschließend.

Hier geht es zur Bildergalerie.

Der Hessische Präventionspreis

Mit dem Hessischen Präventionspreis, welcher vom Landespräventionsrat vergeben wird, sollen kriminalpräventive Projekte in Hessen unterstützt werden, die Vorbildfunktion besitzen und von Präventionsgremien zur Bewältigung bei übereinstimmenden Problemlagen übernommen werden können.

Für den alle zwei Jahre zu vergebenden Preis haben sich bislang unterschiedliche Stifter gefunden, die so die Präventionsarbeit unterstützen wollen. In diesem Jahr hat die Sparda-Bank Hessen eG das Preisgeld in Höhe von 6.000 Euro zur Verfügung gestellt.

In der Vergangenheit konnte insbesondere durch die öffentliche Vergabe des Präventionspreises eine Aufmerksamkeit für die sinnvollen Projekte, aber auch für die vorbildliche ehrenamtliche Tätigkeit vieler Projektbetreiber erreicht werden. Aus diesem Grund wurde auch immer versucht, das Preisgeld auf mehrere Projekte zu verteilen, um auf diese Weise sowohl die Breite des präventiven Handelns als auch die vielfältige ehrenamtliche Tätigkeit aufzeigen zu können.

Kontakt für Pressevertreter

Pressesprecher: 
Herr Matthias Grund
Hessisches Ministerium der Justiz
+49 611 32 26 95
+49 611 32 26 91
pressestelle@hmdj.hessen.de
Schließen