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Korbacher Präventionswoche 2016

„Hessen ist Präventionsland - Prävention ist Opferschutz“

14.11.2016Hessisches Ministerium der Justiz

„Die beste Art, Kriminalität zu bekämpfen, ist, sie gar nicht erst entstehen zu lassen. Das ist der Grundgedanke der Kriminalprävention. Und deshalb ist Prävention so außerordentlich wichtig."

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Justizministerin Eva Kühne-Hörmann
Justizministerin Eva Kühne-Hörmann
© HMdJ

"Denn ohne Straftat auch kein Opfer“, sagte Justizministerin Eva Kühne-Hörmann in ihrem Grußwort bei der Eröffnung der Korbacher Präventionswoche und ergänzte: „Präventionsarbeit ist deshalb aktiver Opferschutz.“

Hessen ist Präventionsland

„Das Justizministerium ist das Präventionsministerium Hessens. Nicht nur, dass der Landespräventionsrat im Haus seinen Sitz hat. Die Justiz unterstützt finanziell und personell viele Präventions- und Opferschutzprojekte in den Kommunen. In Hessen gibt es inzwischen 177 kommunale Gremien und Zusammenschlüsse und darüber hinaus eine Vielzahl einzelner Präventionsprojekte. Hessen ist Präventionsland und das ist ein Erfolg der vielen Engagierten in unserem Land“, so die Justizministerin in ihrem Grußwort.

„Dass die Prävention einmal fest in der gesellschaftlichen und politischen Arbeit verankert sein und Präventionstage ganze Hallen füllen würde, war vor 20 Jahren, als diese Arbeit in Hessen begann, unvorstellbar. Es muss zuallererst den vielen Haupt- und Ehrenamtlichen im Präventionsbereich gedankt werden, die mit ihrer täglichen engagierten Arbeit zu einem gesellschaftlichen Umdenken beigetragen haben, sei es in den kommunalen Präventionsräten, in den Sportvereinen oder bei den Trägern der Opfer- und Täterhilfe“, so die Ministerin.

Korbacher Präventionsrat

„Der Gedanke, dass Sicherheit und Ordnung direkt Auswirkungen auf die Lebensqualität der Einwohner hat, war wohl auch in Korbach maßgeblich dafür, im Jahr 2001 den Korbacher Präventionsrat ins Leben zu rufen. Seitdem widmet sich der Korbacher Präventionsrat den praktischen Problemen und Bedürfnislagen vor Ort. In den nächsten Jahren wird entscheidend sein, wie uns die Integration der vielen Menschen gelingt, die als Flüchtlinge zu uns gekommen sind. Dabei sind die kommunalen Präventionsräte geradezu prädestiniert, ihren Beitrag zu leisten. Denn in den Präventionsräten arbeiten Zivilgesellschaft und staatliche Institutionen Hand in Hand und finden so passgenaue Lösungen vor Ort“, erläuterte Eva Kühne-Hörmann.

„Ein Beispiel dafür ist die ‚Ideenschmiede‘, die jedes Jahr auf der Korbacher Präventionswoche stattfindet. Eine – wie ich finde – wirklich gelungene Idee!“, betonte die Justizministerin. „Hier kommen Menschen zu Wort, welche jeden Tag auf die eine oder andere Art mit der Frage, wie Integration gelingen kann, befasst sind und es besteht die Möglichkeit, Wissen und Erfahrung zu diesem Thema einzubringen und sich auszutauschen.“

„Fit für den Rechtsstaat – Fit für Hessen!“

Die Justizministern nutzte die Gelegenheit des Grußwortes um für das Programm der hessischen Justiz „Fit für den Rechtsstaat – Fit für Hessen!“ zu werben: „Seit diesem Jahr arbeitet das Programm flächendeckend in ganz Hessen. An über 40 Standorten finden regelmäßig Rechtsstaatsklassen statt. Also Klassen, in denen sich Flüchtlinge gezielt über unseren Rechtsstaat, unsere Werte und unser Land informieren können. Ich bin stolz darauf, dass sich weit über 300 Dozentinnen und Dozenten aus den Reihen der Justiz gemeldet haben und dieses Programm freiwillig unterstützen. Bisher konnten wir so über 7.000 Kursteilnehmer in unseren Rechtsstaatsklassen begrüßen“, stellte Eva Kühne-Hörmann das Programm vor und ergänzte: „Damit das Programm weiterhin so erfolgreich arbeiten kann, brauchen wir die Unterstützung der Kommunen. Nutzen Sie die Chance und melden Sie sich bei einem Gericht oder einer Staatsanwaltschaft vor Ort. Wir haben an 78 Justizstandorten feste Ansprechpartner die Sie bei der Umsetzung des Programms vor Ort unterstützen und beraten können.“

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