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Auszeichnung

Justizministerin überreicht Bundesverdienstkreuz an Albrecht Kanngießer aus Wanfried

30.09.2016Hessisches Ministerium der Justiz

„Es ist mir eine große Freude, dass ich Ihnen, lieber Herr Kanngießer, heute das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland überreichen darf. Mit dieser Auszeichnung würdigt Bundespräsident Gauck Ihr unermüdliches, jahrzehntelanges ehrenamtliches Wirken in der Kommunalpolitik, in Vereinen und Verbänden“, sagte Justizministerin Eva Kühne-Hörmann heute anlässlich der feierlichen Überreichung in einer Feierstunde in Wanfried.

„Der von Theodor Heuss im Jahr 1951 gestiftete Bundesverdienstorden ist die einzige allgemeine Verdienstauszeichnung in Deutschland. Der Orden ist die höchste Anerkennung, die die Bundesrepublik Deutschland für Verdienste um das Gemeinwohl ausspricht. Eine solch hohe Ehrung wird nur Personen zuteil, die sich weit über das übliche Maß engagiert haben und dadurch besondere Verdienste - wie es in der Urkunde heißt - erworben haben“, so die Ministerin. 

„Sie, Herr Kanngießer, haben sich in den letzten vier Jahrzehnten in einem Maß für ihre Gemeinde, die Menschen und die Gemeinschaft engagiert, wie es nicht so häufig vorkommt. Ob als gewähltes Mitglied der Stadtverordnetenversammlung, als 1. Stadtrat oder als tragendes Mitglied in berufsständischen Verbänden. Sie haben stets den Anspruch erhoben, die Gesellschaft um sich herum mitzugestalten. Dabei sind Sie stets heimatverbunden und menschlich geblieben“, so die Ministerin.

Geboren wurde Albrecht Kanngießer 1937 in Wanfried-Aue, dort hat er nach dem Realschulabschluss 1954 eine Ausbildung zum Landwirt absolviert und 1973 erfolgreich die Prüfung zum Landwirtschaftsmeister abgelegt.

Nicht nur in der Kommunalpolitik engagiert

„Nirgends ist Politik unmittelbarer als in der Kommunalpolitik. Ob kommunale Bauvorhaben, zukunftsfeste Haushalte oder andere Fragen des täglichen Zusammenlebens. Über Jahrzehnte wurden Sie als Stadtverordneter wiedergewählt. Das zeigt, dass die Bürgerinnen und Bürger in Ihrer Gemeinde Ihnen vertrauen und Ihr ehrenamtliches Engagement überaus geschätzt haben“, so Eva Kühne-Hörmann.

Bereits 1972 wurde Albrecht Kanngießer erstmals als Mitglied der Überparteilichen Wählergemeinschaft Wanfried (ÜWG) zum Stadtverordneten gewählt. 1980 erfolgte sein Wechsel zur CDU, in der er seine neue politische Heimat fand. Bis 1989 war er weiterhin Mitglied der Stadtverordnetenversammlung. Nach einer kurzen Unterbrechung zog er 1991 wieder in das Wanfrieder Stadtparlament ein. Während dieser Zeit war er mehrere Jahre Mitglied des Haupt- und Finanzausschusses und acht Jahre lang stellvertretender Stadtverordnetenvorsteher. 2001 wurde er erstmals in den Magistrat der Stadt Wanfried gewählt.

Gleichzeitig  gehörte er ab dem Jahr 1981 rund 20 Jahre lang dem Ortsbeirat Aue an, davon einige Jahre als stellvertretender Ortsvorsteher. Außerdem vertrat er seine Heimatstadt über viele Jahre in verschiedenen  Gremien und Verbänden.

Albrecht Kanngießer gehörte zudem ein Jahrzehnt lang dem Landesvorstand des Hessischen Verbandes für Leistungs- und Qualitätsprüfung in der Tierhaltung an. Als Gründungsmitglied und Initiator der Landestechnischen Fördergemeinschaft Werra–Meißner (Maschinenring) führte er deren Geschicke von 1983 bis 2007 als Vorsitzender und ist seitdem deren Ehrenvorsitzender. Parallel dazu fungierte er 12 Jahre lang als 2. Vorsitzender des Landesverbandes der Hessischen Maschinenringe.

Ebenso war er Gründungsmitglied und Initiator des Bodenverbandes Werra-Meißner, dem er ab 1985 mehr als 25 Jahre als 2. Vorsitzender diente. In seinem Heimatdorf, dem heutigen Stadtteil Wanfried-Aue, unterstützte er über sechs Jahre als Ortslandwirt seine Kollegen und hatte danach über mehrere Jahre die Funktion des Stellvertreters inne. Parallel dazu vertrat er die Wanfrieder Interessen über zwei  Jahrzehnte  als Vorstandsmitglied im Kreisbauernverband.

Heimatverbunden

„Dass Sie fest mit den Menschen und Ihrer Gemeinde verwurzelt sind, zeigt sich auch in ihren zahlreichen Tätigkeiten in den Vereinen. Sie sind langjähriges Mitglied des TSV Aue, der Freiwilligen Feuerwehr Aue, des Heimatvereins Aue, der Jagdgenossenschaft Aue und nicht zuletzt des Schützenvereins Aue, dessen Vorstand Sie seit 1965 angehören, davon 23 Jahre als Vorsitzender und seit 2002 als Ehrenvorsitzender. Unter Ihrer Regie erfolgte 1978 die Gründung der Jugendabteilung des Vereins“, so die Justizministerin.

„Lieber Herr Kanngießer, Sie haben sich für Ihr Heimatdorf Aue und Ihre Stadt  über Jahrzehnte in der Kommunalpolitik, in Verbänden und Vereinen ehrenamtlich engagiert und damit Gemeingeist und Bürgersinn bewiesen. Damit haben Sie sich die Anerkennung von Menschen erworben, die mit Ihnen zusammengearbeitet haben. Ich bedanke mich bei Ihnen für alles, was Sie geleistet haben und wünsche Ihnen für die Zukunft alles Gute, insbesondere Gesundheit und Wohlergehen und vor allem noch viele gemeinsame Jahre mit Ihrer Frau und Ihrer Familie“,  sagte Eva Kühne-Hörmann.

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