Amtsgericht Gießen

Meinrad Wösthoff ist neuer Präsident

10.08.2016Hessisches Ministerium der Justiz

Bereits in der letzten Woche wurde der bisherige Direktor des Amtsgerichts Hanau, Meinrad Wösthoff, von Justizministerin Eva Kühne-Hörmann zum neuen Präsidenten des Amtsgericht Gießen ernannt. Damit folgt er auf den im letzten Jahr an die Spitze des Landgerichts Marburg gewechselten Dr. Frank Oehm.

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Justizministerin Eva Kühne-Hörmann und der neue Präsident des Amtsgericht Gießen, Meinrad Wösthoff
Justizministerin Eva Kühne-Hörmann und der neue Präsident des Amtsgericht Gießen, Meinrad Wösthoff
© HMdJ

„Sehr geehrter Herr Wösthoff, Präsident eines Amtsgerichts zu sein, ist eine herausfordernde Aufgabe. Die Amtsgerichte sind für viele Menschen seltener und oft auch einziger Berührungspunkt mit der Justiz. In Mietstreitigkeiten, Familiensachen oder bei Erbangelegenheiten – die Menschen erwarten schnelle und tragfähige Lösungen. Die Amtsgerichte sind deshalb nicht nur Leistungszentren des Rechtsstaats, sie sind auch wichtiger Indikator für die Leistungsfähigkeit des Staates“, so Eva Kühne-Hörmann bei der Übergabe der Ernennungsurkunde, die in diesem Zusammenhang hervorhob, dass die ordentliche Gerichtsbarkeit von dem jüngst vorgestellten 10-Punkte-Maßnahme-Paket zur Stärkung der hessischen Justiz deutlich profitieren werde: „Der Stellenzuwachs wird fast überall zu spüren sein.“

Eine starke Persönlichkeit und zugleich Teamplayer

Weiter an Meinrad Wösthoff gerichtet: „In Ihren fast drei Jahrzenten als Richter haben Sie bereits verschiedene Stationen sehr erfolgreich absolviert. Nach dem Studium in Trier und Frankfurt am Main und einer kurzen Tätigkeit als Rechtsanwalt begannen Sie Ihre richterliche Laufbahn als Richter beim Landgericht Frankfurt am Main und am Amtsgericht Bad Homburg. Es folgten Abordnungen an das Oberlandesgericht und in das Hessische Ministerium der Justiz. In Ihrer Zeit am Landgericht Frankfurt am Main waren Sie als Vorsitzender Richter für einen der spektakulärsten Fälle im Zusammenhang mit der geplatzten ‚Dotcom-Blase‘, dem Prozess um die Telekom-Aktie, zuständig. In dem Verfahren, welches sich über Jahre hinzog und mehrere 1000 Verfahrensbeteiligte hatte, haben Sie Übersicht und Ausdauer bewiesen. Das Sie eine große Behörde leiten können, haben Sie in den letzten Jahren als Direktor des Amtsgerichts in Hanau hervorragend bewiesen“, so Eva Kühne-Hörmann weiter.

Sehr geehrter Herr Wösthoff, ich habe Sie als starke Persönlichkeit und hervorragenden Juristen kennengelernt, der zugleich Teamplayer ist und offen auf die Menschen zugeht. Für Ihre neue Aufgabe wünsche ich Ihnen viel Erfolg, das notwendige Fingerspitzengefühl und auch das Quäntchen Glück, was es braucht, um eine große Behörde zu leiten. Das Amtsgericht Gießen ist eine sehr gut aufgestellte Behörde. Ich weiß sie bei Ihnen in sehr guten Händen“, so Eva Kühne-Hörmann.

Biographie

Meinrad Wösthoff wurde am 9. April 1958 in Duisburg geboren. Nach dem Abitur und abgeleistetem Wehrdienst begann er 1978 das Studium der Rechtswissenschaften in Trier und Frankfurt am Main. Im Anschluss an die erste juristische Staatsprüfung begann er am 1. Februar 1984 seinen juristischen Vorbereitungsdienst im Landgerichtsbezirk Hanau. Nach seiner zweiten juristischen Staatsprüfung war Meinrad Wösthoff zunächst als Rechtsanwalt in Hanau tätig. Zum 1. Juni 1989 erfolgte die Ernennung zum Richter auf Probe mit Dienstleistungsaufträgen beim Landgericht Frankfurt am Main und Amtsgericht Bad Homburg. Vom 4. Juli 2000 bis 2. April 2001 erfolgte eine Abordnung an das Oberlandesgericht Frankfurt am Main.

Zum 29. Oktober 2001 wurde er zum Vorsitzenden Richter am Landgericht Frankfurt am Main berufen. Am 1. Januar 2011 erfolgte eine Abordnung an das Hessische Ministerium der Justiz, für Integration und Europa. Am 1. September 2011 wurde Meinrad Wösthoff zum Direktor des Amtsgerichts ernannt.

Die Berufung zum Präsidenten des Amtsgerichts Gießen erfolgte zum 1. August 2016.

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