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Versteigerungsaktion im Hessischen Justizministerium

Spende für Verein Opfer- und Zeugenhilfe Wiesbaden

Der Staatssekretär im Hessischen Justizministerium, Dr. Rudolf Kriszeleit, übergab am Montag gemeinsam mit der Vorsitzenden des Personalrates des Hessischen Ministeriums der Justiz, für Integration und Europa, Cornelia Schonhart, für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Ministeriums eine Spende in Höhe von 1.000,-- Euro an den Verein Opfer- und Zeugenhilfe Wiesbaden.

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Übergabe des Schecks an den Verein Opfer- und Zeugenhilfe durch Staatssekretär Dr. Kriszeleit

Der Spendenbetrag kam durch eine Versteigerungsaktion während der Weihnachtsfeier der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Hessischen Ministeriums der Justiz, für Integration und Europa zusammen. Versteigert wurden alte Repräsentationsgeschenke.

„Opfer einer Straftat fühlen sich oftmals psychisch und physisch schwer verletzt. Häufig leiden sie über Wochen und Monate an körperlichen Symptomen wie Schlafstörungen oder Konzentrationsstörungen und sie werden von den schrecklichen Erinnerungen an das Geschehen verfolgt. Ermittlungs- und Gerichtsverfahren sind eine große Belastung für sie. Der Verein Opfer- und Zeugenhilfe leistet vorbildliche Arbeit bei der Beratung von Menschen, die Opfer von Kriminalität und Gewalt geworden sind“, so Staatssekretär Dr. Kriszeleit. „Er unterstützt beispielsweise Missbrauchs-, Überfalls- und Vergewaltigungsopfer, bietet aber auch Hilfe für Angehörige von Opfern und für Zeugen. Er hilft kostenlos, unkompliziert, streng vertraulich und auf Wunsch auch anonym. Angebote wie dieses sind von unschätzbarem Wert für Betroffene, die sich in einer außergewöhnlichen Leidenssituation befinden. Dies möchten wir gerne unterstützen.“

Dr. Christoph Gebhardt, Vorsitzender Richter am Oberlandesgericht Frankfurt am Main und Vorstandsmitglied des Vereins, nahm die Spende heute im Justizministerium entgegen. „Ich freue mich, dass die Arbeit unseres Vereins wahrgenommen wird und Unterstützung findet. Das Geld können wir gut für unsere Arbeit einsetzen, beispielsweise bei der Betreuung in so genannten Zeugenzimmern bei Gericht, oder für den Einsatz in der Interventionsstelle gegen häusliche Gewalt.“

Was es mit diesen Stellen auf sich hat, erläuterte Milla Lüderwaldt, Mitarbeiterin beim Verein Opfer- und Zeugenhilfe: „Opfer und Zeugen sind über die Abläufe bei Gericht häufig nicht oder schlecht informiert und daher entsprechend verunsichert. Hier klären wir auf und beraten. Um die unangenehme Situation des Wartens vor dem Gerichtssaal - oftmals in direkter Konfrontation mit dem Täter - abzufedern, wurde im Amts- und Landgericht Wiesbaden ein Zeugenzimmer eingerichtet. Hier können Zeugen und Opfer geschützt auf ihre Vernehmung warten und vor Ort relevante Fragen klären.“ Die Diplom-Sozialpädagogin weiter: „Bei der Interventionsstelle des Arbeitskreises gegen häusliche Gewalt beim Polizeipräsidium Wiesbaden werden betroffene Personen – meist Frauen – schnell und unbürokratisch beraten. Die Polizisten können die Betroffen nach Einsätzen oder nach dem Einreichen einer Anzeige direkt dorthin verweisen. Gerade im Bereich der häuslichen Gewalt ist ein zügiger persönlicher Kontakt zu den Opfern wichtig, um eine Abschirmung durch den Täter zu verhindern und die Opfer zu weiteren rechtlichen Schritten zu ermutigen.“

Mehr Informationen zum Verein Opfer- und Zeugenhilfe Wiesbaden finden Sie unter http://www.wiesbadener-hilfe.de.

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Pressesprecher: 
Dr. Hans Liedel