Bewährungshelferin / Bewährungshelfer

Gerichte können die Vollstreckung einer Strafe oder einen Strafrests zur Bewährung aussetzen und hierbei den Verurteilten die Weisung erteilen, sich für die Dauer der Bewährungszeit oder eines Teils davon der Aufsicht und Leitung einer Bewährungshelferin oder eines Bewährungshelfers zu unterstellen.

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Beratungsgespräch
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Zugleich können die Gerichte weitere Auflagen bzw. Weisungen bestimmen, die die Verurteilten zu erfüllen haben. Die Aufgaben der Bewährungshelferinnen und Bewährungshelfer sind durch §56 d StGB bestimmt. Sie haben während der vom Gericht bestimmten Unterstellungszeit den Verurteilten helfend und betreuend zur Seite zu stehen, die Erfüllung der den Verurteilten erteilten Auflagen und Weisungen zu überwachen und dem Gericht hierüber zu berichten. Das Gericht kann zur Durchführung der Bewährungsaufsicht im Einzelfall der bestellten Bewährungshelferin oder dem Bewährungshelfer Anweisungen erteilen.

Wie wird man Bewährungshelferin / Bewährungshelfer?

Wer ein Fachhochschulstudium der Sozialarbeit oder der Sozialpädagogik erfolgreich beendet und die staatliche Anerkennung erworben hat, kann als Bewährungshelferin oder als Bewährungshelfer eingestellt werden.

Wie sehen die beruflichen Perspektiven aus?

Bewährungshelferinnen und Bewährungshelfer werden grundsätzlich als Beamtinnen oder Beamte des gehobenen Dienstes beschäftigt. Es stehen Planstellen der Wertigkeiten A9 (Inspektorin / Inspektor) bis A12 (Amtsrätin / Amtsrat) zur Verfügung. Dienststellen der Bewährungshilfe gibt es bei jedem der neun hessischen Landgerichte.

Wo kann man sich bewerben?

Bewerbungen nehmen die einzelnen Landgerichte  entgegen.