Aufstiegsmöglichkeiten im Richteramt

Richter absolvieren nach ihrer Einstellung zunächst regelmäßig eine mehrjährige Probezeit, während der sie an verschiedenen Gerichten mit unterschiedlichen Rechtsgebieten betraut werden. Es wird angestrebt, dass sie auch Erfahrungen in anderen Gerichtsbarkeiten oder bei der Staatsanwaltschaft sammeln. Nach erfolgreichem Ablauf der Probezeit werden sie mit Zustimmung des Richterwahlausschusses zum Richter auf Lebenszeit berufen; ihnen wird gleichzeitig ein Richteramt an einem bestimmten Gericht übertragen (z.B. Richter am Amtsgericht oder Richter am Sozialgericht). 

Beförderungen erfolgen nicht regelmäßig. Statt dessen steigt die Besoldung, die sich sowohl während der Probezeit als auch nach der Ernennung nach der Besoldungsgruppe R 1 des Hessischen Besoldungsgesetzes (HBesG) richtet, mit zunehmender Berufserfahrung.

Bei entsprechender Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung kann eine Beförderung erfolgen, etwa zum Vorsitzenden Richter oder zum Richter an einem oberen Landesgericht (z.B. Vorsitzender Richter am Landgericht oder Richter am Landessozialgericht). Bei Übernahme der Leitung eines Gerichtes erfolgt eine Ernennung zum Direktor oder Präsidenten des Gerichts (z.B. Direktor des Arbeitsgerichts oder Präsident des Verwaltungsgerichts). Die jeweilige Besoldung richtet sich nach dem Beförderungsamt.