Ausbildung im allgemeinen Vollzugsdienst

Sie wollen Verantwortung übernehmen. Sie stehen ein für die Sicherheit der Bevölkerung. Sie verfügen über eine gefestigte Persönlichkeit. Sie bewahren auch in schwierigen Situationen Ruhe. Sie sehen in der Behandlung und Betreuung schwieriger Menschen eine Herausforderung und arbeiten gerne im Team.

Ihre Voraussetzungen 

  • Sie sind Deutsche/-r im Sinne des Artikels 116 des Grundgesetzes oder besitzen die Staatsangehörigkeit
    • eines anderen Mitgliedsstaates der europäischen Union oder 
    • eines anderen Vertragsstaates des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum oder 
    •  eines Drittstaates, dem Deutschland und die Europäische Union vertraglich einen Anspruch auf Anerkennung von Berufsqualifikationen eingeräumt haben.
  • Sie treten ein  für die freiheitliche demokratische Grundordnung im Sinne des Grundgesetzes und der Verfassung des Landes Hessen.
  • Sie haben einen
    • Realschulabschluss oder 
    • schulrechtlich gleichwertigen Bildungsstand (z. B. Berufsfachschule) oder 
    • einen Hauptschulabschluss und eine abgeschlossene Berufsausbildung oder öffentlich-rechtliche Ausbildung.
  • Sie sind mindestens 18 Jahre und höchstens 40 Jahre alt (Ausnahmen regelt die Hessische Laufbahnverordnung und das Soldatenversorgungsgesetz).
  • Sie sind nicht vorbestraft.
  • Sie stellen sich einer Eignungsprüfung.  
  • Sie sind vollzugsdiensttauglich gemäß Polizeidienstvorschrift 300 (PDV 300) (Es erfolgt eine amtsärztliche Untersuchung durch die Vollzugsärzte im Rahmen des Einstellungsverfahrens).
  • Sie verfügen über interkulturelle Kompetenz. Fremdsprachenkenntnisse sind von Vorteil.

Wir bieten

eine solide Ausbildung in Form eines zweijährigen Vorbereitungsdiensts in Theorie und Praxis. In der fachtheoretischen Ausbildung befassen Sie sich neben der geschichtlichen Entwicklung und gesellschaftlichen Bedeutung des Justizvollzugs insbesondere mit einer Vielzahl von rechtlichen Themen. Staats- und Verfassungsrecht, Straf- und Strafprozessrecht, Beamtenrecht und Verwaltungsrecht sind nur ein kleiner Ausschnitt der verschiedenen Rechtsgebiete, die für die Arbeit im Justizvollzug relevant sind. Darüber hinaus lernen Sie die Grundlagen der Psychologie und Kriminologie kennen und erhalten eine fundierte Ausbildung im Bereich von Sicherheit und Ordnung im Justizvollzug. Letzteres unter anderem in den Teilbereichen der praktischen Eigensicherung, des Waffenwesen und der Schießkunde. In der fachpraktischen Ausbildung lernen Sie, die in der fachtheoretischen Ausbildung erworbenen Kenntnisse in der Praxis anzuwenden. Vor Beginn der Ausbildung erfolgt die Einstellung in ein befristetes Beschäftigungsverhältnis.

Die Ausbildung gestaltet sich folgendermaßen:

Einführungspraktikum 1 Monat
Fachtheoretische Ausbildung I  3 Monate
Fachpraktische Ausbildung I (Grundausbildung) 12 Monate
Fachpraktische Ausbildung II (Schwerpunktausbildung) 4 Monate
Fachtheoretische Ausbildung II 4 Monate

Sie absolvieren eine Einführungszeit in der Einstellungsbehörde. Danach erfolgt die erste fachtheoretische Ausbildung im H.B. Wagnitz-Seminar, Wiesbaden, in der Ihnen zunächst Grundkenntnisse vermittelt werden. Die nächsten 12 Monate verbringen Sie in verschiedenen Justizvollzugsanstalten (3 Monate im Vollzug der Untersuchungshaft, 6 Monate im Vollzug der Freiheitsstrafe (davon 1 Monat im offenen Vollzug), 3 Monate im Vollzug der Jugendstrafe) und lernen die unterschiedlichen Vollzugsformen kennen. Die daran anschließende Schwerpunktausbildung findet grundsätzlich in der Einstellungsbehörde statt. In dieser Ausbildungsphase können sie bereits mit der eigenständigen Wahrnehmung von Aufgaben betraut werden. Zum Abschluss der Ausbildung durchlaufen sie nochmals 4 Monate fachtheoretische Ausbildung, in der Sie auf Ihre Abschlussprüfung vorbereitet werden.

 

Besoldung

Während des Vorbereitungsdienstes werden Anwärterbezüge und zusätzlich ein Anwärtersonderzuschlag gezahlt.