Bewerbungsverfahren

Das Bewerbungsverfahren für den mittleren Justizdienst (Allgemeiner Vollzugsdienst) beinhaltet mehrere Schritte: Im ersten Schritt bewerben Sie sich direkt bei einer Justizvollzugsanstalt oder zentral im H. B. Wagnitz-Seminar – Dienstleistungszentrum für den hessischen Justizvollzug - .

Das Bewerbungsverfahren  für den mittleren Justizdienst (Allgemeiner Vollzugsdienst) beinhaltet mehrere Schritte: 
Im ersten Schritt bewerben Sie sich direkt bei einer Justizvollzugsanstalt oder zentral im H. B. Wagnitz-Seminar – Dienstleistungszentrum für den hessischen Justizvollzug - . Sollte Ihre Bewerbung bei einer Justizvollzugsanstalt auf Interesse stoßen und eine Stelle vakant sein, so werden Sie zu einem persönlichen Gespräch mit der Auswahlkommission der Anstalt geladen. Bei einer Bewerbung im H. B. Wagnitz-Seminar – Dienstleistungszentrum für den hessischen Justizvollzug – werden Sie direkt zur psychosozialen Eignungsprüfung eingeladen. 

Nachdem Sie dieses Gespräch erfolgreich absolviert haben, erfolgt die psychosoziale Eignungsprüfung, die aus mehreren Teilen besteht. Sie werden im ersten Teil psychologische Testverfahren (u.a. Intelligenztest und deutscher Sprachtest) durchlaufen und einen Fitnesstest absolvieren. Im zweiten Teil werden Sie Gruppenaufgaben lösen und ein Einzelgespräch mit der Prüfungskommission haben. Die Ergebnisse aus diesen Testungen werden bei einer Bewerbung bei einer Justizvollzugsanstalt an die zuständige Anstalt übermittelt, die über Ihre Einstellung entscheidet. Bei einer Bewerbung im H. B. Wagnitz-Seminar – Dienstleistungszentrum für den hessischen Justizvollzug – werden Sie von dort über die weiteren Schritte informiert.

Neben diesen beiden Schritten muss vor Ihrer Einstellung die gesundheitliche Eignung nach PDV 300 vom amtsärztlichen Dienst festgestellt werden. Hierzu werden Sie im Laufe des Verfahrens eine entsprechende Aufforderung erhalten. Informationen über mögliche Ausschlussgründe sind in dem Informationsblatt „Ausschlussgründe nach PDV 300“ (PDF)  enthalten.

Vorstellungsgespräch  
Psychosoziale Eignungsprüfung Teil 1 
Psychosoziale Eignungsprüfung Teil 2 
Psychosoziale Eignungsprüfung Teil 3 
Zentrales Verfahren 
Amtsärztliche Untersuchung  

Vorstellungsgespräch

Nach der Vorauswahl der Bewerber möchten wir Sie nun näher kennenlernen: Wir laden zu einem Vorstellungsgespräch ein. Der Termin wird Ihnen zeitig vorab schriftlich mitgeteilt. Sofern Ihnen Unterlagen, z. B. Personalbogen, Fragebögen, Belehrungen pp. mit der Einladung zugesandt wurden, bringen Sie diese Bitte zum Vorstellungsgespräch mit.

Am Tag des Vorstellungsgesprächs melden Sie sich bitte mit Ihrem Einladungsschreiben und Ihrem Personalausweis oder Reisepass an der Außenpforte der Behörde. Sie erhalten dort einen Besucherausweis und werden zu dem Raum in dem das Vorstellungsgespräch stattfindet, geführt.

Das Vorstellungsgespräch besteht aus einem Gespräch mit der Auswahlkommision, der in der Regel die Behördenleitung, die Geschäftsleitung, Bedienstete der Fachrichtung für die Sie sich bewerben sowie der behördlichen Gremien, wie z. B. Personalrat angehören.

Wir stellen Ihnen die Behörde vor, besprechen unsere Leistungen und natürlich die ausgeschriebene Position. Wir möchten Sie, vor allem Ihre Persönlichkeit, Ihre Motive für die Bewerbung sowie Ihre Ziele für die Zukunft kennen lernen. Überzeugen Sie uns!

Der erste Teil der Psychosozialen Eignungsprüfung besteht aus einem schriftlichen Test und einem Fitnesstest. Beide Testungen finden in der Regel an einem Termin in der JVA Weiterstadt statt. Bitte beachten Sie, dass die Anzahl der Wiederholungsversuche der psychosozialen Eignungsprüfung begrenzt ist und das Nichtbestehen eines Testungsteils zur Beendigung des Verfahrens an jenem Punkt führt.

Psychosoziale Eignungsprüfung Teil 1

Der erste Prüfungstag beginnt mit der schriftlichen Testung. Wir bitten Sie sich insbesondere auf

  • die Testung der Intelligenz und
  • die Testung der deutschen Sprachkompetenz (u.a. Rechtschreibung und Sprachverständnis)

vorzubereiten. Dieser Teil der Eignungsprüfung findet im H. B. Wagnitz-Seminar – Dienstleistungszentrum für den hessischen Justizvollzug – oder im Rahmen des Vorstellungsgespräches in der Justizvollzugsanstalt statt.

Psychosoziale Eignungsprüfung Teil 2

Der Fitnesstest und die amtsärztliche Untersuchung finden in einer Justizvollzugsanstalt (derzeit JVA Frankfurt am Main I, Kassel I oder Weiterstadt) statt. Bitte bringen Sie hierzu entsprechende Sportkleidung und Sportschuhe mit. Umkleiden und Duschmöglichkeiten stehen Ihnen in der Sporthalle zur Verfügung. In der JVA Frankfurt am Main I kann Verpflegung in der Kantine eingekauft werden, in den JVAen Kassel I und Weiterstadt gibt es keine Möglichkeit Verpflegung einzukaufen.

Der Fitnesstest besteht aus folgenden Bereichen:

  • Der Flexibilitätstest
  • Der Koordinationstest
  • Der Kraft – Test
  • Der Ausdauertest

Die Übungen des Fitnesstests können Sie sich im Dokument unter „Downloads“ ansehen. Wir empfehlen Ihnen sich langfristig auf den Fitnesstest vorzubereiten.

Für die amtsärztliche Untersuchung bitten wir Sie die ausgefüllte Testungsmappe und alle Unterlagen entsprechend der Einladung mitzubringen. Die Testungsmappe erhalten Sie vom H. B. Wagnitz-Seminar – Dienstleistungszentrum für den hessischen Justizvollzug – nach Absolvierung des ersten Teils. 

Mitzubringende Unterlagen für die amtsärztliche Untersuchung (vorbehaltlich etwaiger Änderungen – die aktuelle Liste erhalten Sie bei Ihrer Einladung zum Termin):

  1. Alle ärztlichen Befunde (hausärztlich, fachärztlich, stationär) der letzten 5 Jahre.
  2. Sehtest-Befund von einem Augenarzt (gemäß Vordruck) über den Nachweis der Sehkraft (mit und ohne Sehhilfe (Dioptrien)) und die Untersuchung auf Vorliegen einer Farbsinnstörung
    (Ausnahme: Wird in der JVA Kassel I vor Ort durchgeführt. Ein Befundbericht von einem Augenarzt in der JVA Kassel I ist nur erforderlich, wenn Fehlsichtigkeit oder Augenerkrankung vorliegt).
  3. Hörtest-Befund (vom HNO-Arzt mit Gehörprüfung audiometrische Untersuchung G20)
    (Ausnahme: Wird in der JVA Kassel I vor Ort durchgeführt)
  4. EKG-Befund
  5. Impfpass
  6. Einen aktuellen Blutbefund 
    Großes Blutbild, GOT, GPT, GGT, Cholesterin, Triglyceride, HDL, LDL, Kreatinin, Harnsäure, TSH0, HbA1c.

Psychosoziale Eignungsprüfung Teil 3

Haben Sie den ersten Prüfungstag erfolgreich absolviert werden Sie zum dritten Teil in das H.B. Wagnitz-Seminar in Wiesbaden   eingeladen. Hier absolvieren Sie eine Gruppenaufgabe und ein Einzelgespräch vor dem Prüfungsausschuss. Im Fokus stehen hierbei vollzugsspezifische Anforderungen.

Zentrales Verfahren

Bewerberinnen und Bewerber, die sich zentral im H. B. Wagnitz-Seminar – Dienstleistungszentrum für den hessischen Justizvollzug – beworben haben, werden direkt zur schriftlichen Testung eingeladen. Bei Bestehen des schriftlichen Testverfahrens kann direkt ein Termin für den Fitnesstest und das Assessment Center vor Ort gebucht werden. Sollte der Test im ersten Versuch nicht bestanden werden, so kann direkt ein Wiederholungstermin gebucht werden.

Amtsärztliche Untersuchung

Die Tätigkeit im Mittleren Justizdienst (Allgemeinen Vollzugsdienst) stellt besondere Anforderungen an die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit sowie an die seelische Belastbarkeit des Bewerbers. Die gesundheitliche Eignung für den Mittleren Justizdienst (Allgemeinen Vollzugsdienst) ist deshalb mit besonderen ärztlichen Maßstäben zu beurteilten. Durch die Einstellungsuntersuchung wird festgestellt, ob der Bewerber den Anforderungen des Mittleren Justizdienstes (Allgemeinen Vollzugsdienstes) gewachsen ist Grundlage für die Untersuchung ist die Polizeidienstvorschrift (PDV 300).

Bei Vorliegen von Ausschlussgründen (siehe Merkblatt "Ausschlussgründe nach PDV 300" im Downloadbereich) kann eine Einstellung für den allgemeinen Vollzugsdienst nicht erfolgen. Bitte beachten Sie, dass aber auch während der Einstellungsuntersuchung noch Untauglichkeitskriterien festgestellt werden können.

Sollte einer der Kriterien (Ausschlussgründe) bei Ihnen zu treffen, ist zu empfehlen, die Bewerbung zurückzuziehen.