Hessisches Ministerium der Justiz und für den Rechtsstaat

Der BZR-Buddy wird die Hessischen Strafgerichte entlasten

Automatisierungstool wird landesweit ausgerollt.

Hessens Justizminister Christian Heinz hat an diesem Donnerstag mitgeteilt, dass der BZR-Buddy, ein Automatisierungstool, das den Schreibaufwand bei Gerichtsakten minimiert, landesweit ausgerollt wird. „Ein leistungsfähiger Rechtsstaat braucht eine effiziente Justiz. Deswegen haben wir uns die Digitalisierung der Justiz zum Ziel gemacht – im Großen wie im Kleinen“, sagte Hessens Justizminister Christian Heinz und ergänzte: „Mit BZR-Buddy erhalten die hessischen Strafgerichte ein Werkzeug, das sie entlastet.“

Hessens Justizstaatssekretärin Tanja Eichner machte sich im Justizzentrum Wiesbaden persönlich ein Bild vom Rollout und dem neuen Tool: „Der BZR-Buddy wird zukünftig alle hessischen Strafrichter effektiv bei der Urteilsabfassung unterstützen können. Es ist ein kleines, praxisnahes IT-Tool, das unmittelbar an dem alltäglichen Bedarf der Strafrichter orientiert entwickelt wurde und sie von einer redundanten Tätigkeit entlastet.“

Die Präsidentin des Landgerichts Wiesbaden, Dr. Cornelia Menhofer, ergänzte: „Dass zukünftig die Vorstrafen nicht mehr abgetippt werden müssen, wird dabei helfen, dass Strafrichter sich besser auf richterliche Kernaufgaben konzentrieren können.“ Ihr Kollege Helmut Vogt, Präsident des Amtsgerichts Wiesbaden, fügte hinzu: „Dieser Schritt ist zweckmäßig und gewinnbringend, zumal die BZR-Daten ohnehin schon in elektronischer Form bei den Gerichten ankommen und mit dem BZR-Buddy auch´Übertragungsfehler besser vermieden werden können.“

Der BZR-Buddy ist in der hessischen Justiz entstanden. Er geht auf eine Idee des Frankfurter Amtsrichters Dr. Florian Franke zurück, der den Prototyp selbst entwickelt hat. „Das Abtippen der Vorstrafen war oft eine zeitaufwendige, repetitive Tätigkeit. Deshalb habe ich nach einer Möglichkeit gesucht, diesen Schritt zu automatisieren – daraus ist der BZR-Buddy entstanden, der die manuelle Eingabe nun überflüssig macht“, sagte Dr. Florian Franke.

Die IT-Stelle der hessischen Justiz hat gemeinsam mit der Hessischen Zentrale für Datenverarbeitung und dem Amtsgericht Gelnhausen das von Amtsrichter Dr. Franke erdachte Tool weiterentwickelt und auf den Rollout in der hessischen Justiz vorbereitet. Daran schloss sich eine Pilotierung beim Amtsgericht Gießen an, die inzwischen erfolgreich abgeschlossen wurde. Somit ist der Weg für einen hessenweiten Einsatz des Buddys nun frei.

Die hessische Justiz wird immer digitaler

„Wir nutzen die Chancen der Digitalisierung für die hessische Justiz und kommen mit großen Schritten voran. Seit Jahresbeginn ist die E-Akte bei allen hessischen Gerichten im Einsatz. Die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt erprobt kommerzielle KI-Tools. In Darmstadt entlastet EMMA die Justiz bei wiederkehrenden Aufgaben und JANO anonymisiert Urteile automatisch. Nun kommt der landesweite Einsatz der hessischen Eigenentwicklung von BZR-Buddy. Solche Innovationen ‚Made in Hessen‘ bringen die hessische Justiz voran“, sagte Justizminister Christian Heinz.

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