Geschäftsstelle der Hessischen Opferbeauftragten

Beauftragte der Hessischen Landesregierung für Opfer schwerer Gewalttaten und Terroranschläge

Prof. Dr. Daniela Birkenfeld wurde von der Hessischen Landesregierung per Kabinettsbeschluss vom 6. April 2022 als Beauftragte für Opfer schwerer Gewalttaten und Terroranschläge ernannt. Die Juristin folgt damit dem ersten Hessischen Opferbeauftragten, Prof. Dr. Helmut Fünfsinn, der sich seit dem 21. Februar 2020 dieser Aufgabe annahm, jedoch am 06. Februar 2022 im Alter von 67 Jahren verstarb.

Prof. Dr. Daniela Birkenfeld ist die zentrale Ansprechpartnerin für alle Anliegen der Betroffenen von Terroranschlägen und schweren Gewalttaten; unter Letzterem sind Amokfahrten, Schulamokläufe oder ähnliche Geschehnisse zu verstehen, bei denen eine Vielzahl von Menschen geschädigt werden und die Polizei eine Landeslage ausruft.

Im Falle eines hessischen Anschlagsgeschehens, wie insbesondere dem rechtsterroristischen Anschlag in Hanau am 19. Februar 2020 sowie der Amokfahrt im nordhessischen Volkmarsen am 24. Februar 2020, ist es ihre Aufgabe, den Hinterbliebenen und Verletzten sowie den Augenzeuginnen und Augenzeugen von Beginn an dauerhaft zur Seite zu stehen und die Betroffenen systematisch durch das Hilfesystem zu lotsen. Hierzu ist sie mit allen im Zusammenhang mit der professionellen und ehrenamtlichen Begleitung von Betroffenen einer schweren Gewalttat oder eines Terroranschlags in Betracht kommenden Stellen auf Bundes- und Landesebene eng vernetzt. Da in jedem Anschlagsfall bereits ein erheblicher Schaden eingetreten ist, besteht ihr Handlungsgrundsatz in der Begleitung der Betroffenen stets darin, keinen weiteren Schaden anzurichten.

Als Repräsentantin der Hessischen Landesregierung ist sie zudem Ansprechpartnerin für alle Belange und Anfragen zu Themen des Opferschutzes. In ihrer Tätigkeit vertritt sie eine politisch neutrale und opferschutzperspektivische Haltung.

Bei der Durchführung ihrer Aufgaben ist sie unabhängig und ehrenamtlich tätig.

Ein Anschlagsgeschehen bringt zahlreichen Betroffenen unendliches Leid. Von einer Sekunde auf die andere ist nichts mehr so, wie es einmal war. Ich möchte mit meinem Team eine unbürokratische Stütze sein und die Betroffenen auf ihrem Genesungsweg begleiten, ohne dabei deren Autonomie zu missachten.
Prof. Dr. Daniela Birkenfeld Opferbeauftragte

Zur Person

Prof. Dr. Daniela Birkenfeld wurde 1959 in Frankfurt am Main geboren. Nach dem Abitur in Frankfurt am Main erwarb Frau Prof. Dr. Birkenfeld zunächst einen Abschluss als Dipl.- Verwaltungswirtin bei der Stadt Frankfurt am Main. Es schloss sich ein Studium der Wirtschafts-, Rechts- und Politikwissenschaften an der J.W. Goethe Universität in Frankfurt am Main an, das sie 1985 mit dem 1. jur. Staatsexamen abschloss, bevor sie 1989 das 2. jur. Staatsexamen erfolgreich ablegte. Frau Prof. Dr. Birkenfeld arbeitete zunächst als Rechtsanwältin mit dem Schwerpunkt Familienrecht. 1990 wurde sie zur Doktorin der Rechte promoviert. 1990 wurde sie Kabinettsreferentin bei der Bevollmächtigten der Hessischen Landesregierung für Frauenangelegenheiten, 1992 Rechtsreferentin im Hessischen Ministerium für Frauen, Arbeit und Sozialordnung. Von 1992 bis 2007 war Frau Prof. Dr. Birkenfeld Professorin für öffentliches Recht an der Hessischen Hochschule für Polizei und Verwaltung sowie von 2007 – 2021 Hauptamtliche Stadträtin für Soziales, Senioren, Jugend und Recht der Stadt Frankfurt am Main.

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Geschäftsstelle der Beauftragten der Landesregierung

für Opfer von schweren Gewalttaten und Terroranschlägen

Bleichstraße 6
60313 Frankfurt am Main

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