Justizminister Christian Heinz ist zu einer dreitägigen Delegationsreise nach Spanien aufgebrochen. Im Fokus der Reise steht die Frauensicherheit. „Spanien hat die Zahl der Tötungen von Frauen durch ihre Partner oder Ex-Partner deutlich senken können. Dabei spielen eine Reihe von Faktoren eine Rolle, beispielsweise die Gesetzgebung, aber auch der institutionenübergreifende Ansatz“, sagte der Justizminister und ergänzte: „Wir werden uns in Madrid einen umfassenden Überblick verschaffen. Wir werden in den Austausch treten und uns vor allem mit der Frage beschäftigen, was wir in Hessen und Deutschland verbessern können, um den Schutz von Frauen vor häuslicher Gewalt weiter voranzubringen.“
Der Justizminister wird die Staatsanwältin der Kammer für Gewalt an Frauen, María Eugenia Prendes, treffen, die als bedeutende Stimme für die Frauensicherheit in Spanien gilt. Außerdem steht ein Termin bei der Generalstaatsanwältin Spaniens (Fiscal General del Estado), Teresa Peramato, an, die sich an der Spitze der Staatsanwaltschaften für die Bekämpfung geschlechtsspezifischer Gewalt einsetzt. Darüber hinaus wird es einen Austausch mit der Leiterin des elektronischen Überwachungssystem VioGén im Innenministerium geben, um über den Einsatz der Fußfessel in Spanien zu sprechen.
Die Delegation trifft auch die Leiterin für Präventionsprogramme im Staatssekretariat für Sicherheit im Bereich geschlechtsspezifische Gewalt. Im Gleichstellungsministerium und mit der Fundación Mujeres (Stiftung Frauen) wird es unter anderem um den Opferschutz gehen. „Wir werden im Zentrum der Frauensicherheit in Spanien sein. Es ist gelungen, ein breites Programm zu organisieren. Ich bin sehr dankbar dafür, dass die spanischen Behörden uns diese Einblicke ermöglichen und am Austausch interessiert sind“, so der Justizminister.
Die Delegationsreise findet vom 22. bis 24. September 2026 statt. Die Termine finden allesamt in der spanischen Hauptstadt Madrid statt. Die Delegation besteht aus Abgeordneten aller im Hessischen Landtag vertretenen Fraktionen, dem stellvertretenden Bundesvorsitzenden des WEISSEN RING e. V. und Präsidenten des Landgerichts Fulda, Dr. Patrick Liesching, wie auch Journalistinnen und Journalisten.