Hessisches Ministerium der Justiz und für den Rechtsstaat

„Für Fulda spricht Vieles“

Zentrales Registergericht kommt in die Domstadt

Hessens Justizminister Christian Heinz hat an diesem Mittwoch mitgeteilt, dass das zentrale Registergericht künftig in der Stadt Fulda beheimatet sein wird. „Für Fulda spricht vieles. Die Domstadt liegt verkehrsgünstig, das ist ein großer Vorteil für die Bediensteten, die dort arbeiten werden. Darüber hinaus ist die Immobilie, in dem das zentrale Registergericht seinen Sitz haben wird, räumlich an das Amtsgericht angebunden. Es sind keine größeren Umbaumaßnahmen zu organisieren, die Räumlichkeiten stehen im Behördenzentrum Fulda zur Verfügung, was Zeit und Kosten spart“, sagte der Justizminister und ergänzte: „Wir haben uns natürlich auch andere Standorte angesehen und sind überall auf offene Ohren und eine große Bereitschaft gestoßen. Das Interesse freut mich sehr und zeigt sehr deutlich, welchen hohen Stellenwert die Institutionen in unserem Rechtsstaat haben. Für das besondere Engagement an allen Standorten bedanke ich mich sehr.“

Investitionen in die Zukunft Osthessens, Stärkung des Justizstandorts Fulda

Das Registergericht führt das Handels-, Vereins-, Genossenschafts- und Gesellschaftsregister. In Hessen gibt es dafür neben dem Amtsgericht Frankfurt am Main 17 weitere Registergerichte. Künftig werden diese, mit Ausnahme des Amtsgerichts Frankfurt am Main, in Fulda gebündelt werden. Nach derzeitiger Planung des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main werden dort circa 70 Arbeitsplätze und Kapazitäten für circa 20 Nachwuchskräfte entstehen. „Osthessen ist eine wichtige Region für die Justiz in Hessen. Zum Beispiel befindet sich dort das Studienzentrum der Finanzverwaltung und Justiz. Mit dem zentralen Registergericht in Fulda haben wir einen weiteren Standort geschaffen, der die Region für den Justiznachwuchs attraktiver macht, weil sie hier eben, neben ihrer Ausbildung, auch eine Berufsperspektive haben. Osthessen profitiert also insgesamt“, so der Justizminister.

Insgesamt wurden bei der Auswahl 60 Immobilien identifiziert und durch das Justizministerium und Oberlandesgericht Frankfurt am Main bewertet. Acht Objekte in Mittel- und Osthessen wurden vertieft geprüft. Das zentrale Registergericht in Fulda wird voraussichtlich im Jahr 2030 die Arbeit aufnehmen. „Es ist ein guter Tag für die hessische Justiz und die Stadt Fulda. Ich freue mich sehr, dass wir nun eine Entscheidung haben und weitermachen können“, sagte der Justizminister.