„Der Angriff auf die Staatsanwältin und die Wachtmeister macht mich fassungslos. Sie sind, wie viele Menschen auch, tagtäglich im Einsatz für den Rechtsstaat und sorgen dafür, dass wir in Hessen sicher leben können. Eines muss klar sein: Wer Justizmitarbeiter angreift, greift den Rechtsstaat an. Meine Gedanken sind bei den Beamten. Ich hoffe sehr, dass sie sich von dem Angriff schnell erholen“, sagte Hessens Justizminister Christian Heinz.
„Über den Angriff auf eine Staatsanwältin und zwei Justizwachtmeister während einer laufenden Hauptverhandlung bin ich zutiefst schockiert. Wir dürfen nie vergessen, dass hinter jeder Robe und Uniform nicht bloß ein Justizbediensteter, sondern in erster Linie ein Mensch steht. Der betroffenen Staatsanwältin und den betroffenen Justizwachtmeistern wünsche ich eine schnelle Genesung“, sagte Generalstaatsanwalt Torsten Kunze.
Laut Landgericht Hanau sprang der mit Handschellen gefesselte Angeklagte plötzlich zuerst über seinen Tisch, stürmte dann auf die Staatsanwältin zu und schlug auf deren Kopf. Die Staatsanwältin erlitt in Folge des Angriffs eine Schädelprellung, eine HWS-Distorsion, Schürfwunden an beiden Händen, eine Prellung am Unterarm und eine Prellung am Handgelenk. Zwei Wachtmeister erlitten leichte Verletzungen. Die Staatsanwältin wurde medizinisch versorgt, knöcherne Verletzungen konnten nicht festgestellt werden. Etwa eine Stunde nach dem Vorfall konnte die Urteilsverkündung unter Polizeipräsenz beendet werden.
Justizminister Christian Heinz wird die Staatsanwältin in der kommenden Woche besuchen und sich nach ihrem Befinden erkundigen. Dabei wird er auch den Wachtmeistern einen Dank für ihren Einsatz aussprechen.