Justizstaatssekretärin Tanja Eichner hält ein Buch in die Kamera und lächelt

Hessisches Ministerium der Justiz

Justizstaatssekretärin liest für die Kinder der Katholischen Kindertagesstätte St. Kilian

Justizstaatssekretärin Tanja Eichner hat am heutigen Bundesweiten Vorlesetag den Kindern der Katholischen Kindertagesstätte St. Kilian in Mainz-Kostheim aus dem Buch „Das Allerwichtigste“ von Antonella Abbatiello vorgelesen. Bei diesem illustrierten Kinderbuch handelt es sich um eine moderne Fabel über die Einzigartigkeit jedes Einzelnen.

Staatssekretärin Tanja Eichner erklärte: „Die Bedeutung des Vorlesens kann nicht deutlich genug betont werden. Vorlesen legt den Grundstein für die Lesekompetenz der Kinder, animiert sie dazu, selbst lesen zu lernen und leistet damit auch einen wichtigen Beitrag zur Chancengleichheit. Mit dem Buch ,Das Allerwichtigste‘ möchte ich den Kindern vermitteln, dass alle einzigartig sind und ihre individuellen Stärken haben. Das Lesen ist eine wichtige Grundlage dafür, diese Stärken zur Entfaltung zu bringen.“

Diesjähriges Motto: „Gemeinsam einzigartig“

Mit dem diesjährigen Motto „Gemeinsam einzigartig“ hat die Stiftung Lesen ein aktuelles gesamtgesellschaftliches Thema aufgegriffen. Dabei soll gemeinsam mit allen Zuhörerinnen und Zuhörern die Vielfalt in der Gesellschaft als alltägliche Bereicherung und verbindendes Element gefeiert werden. Das Motto soll viel Freiraum für die eigene Gestaltung lassen – sei es mit mehrsprachigen Geschichten oder Erzählungen über ungewöhnliche Charaktere.

Bereits seit 2004 ist der Bundesweite Vorlesetag auf gemeinsame Initiative der Stiftung Lesen, der Wochenzeitung DIE ZEIT und der Deutsche Bahn Stiftung Deutschlands größtes Vorlesefest und ein öffentliches Zeichen, um alljährlich am dritten Freitag im November Kinder und Erwachsene für die Bedeutung des Vorlesens zu begeistern. Nachdem die Vorleseaktion im vergangenen Jahr erfolgreich digital durchgeführt wurde, wird dieser innovative Weg auch in diesem Jahr beibehalten.

Vorlesen für die sprachliche Entwicklung

Nach der Vorlesestudie 2021 schätzen 41 Prozent der pädagogischen Fachkräfte in Kindertagesstätten, dass mehr als einem Drittel der von ihnen betreuten Kindern zu Hause nicht vorgelesen wird. Umso erfreulicher ist, dass die Studie die Kindertagesstätten als zweiten zentralen Vorleseort für die Kinder identifiziert, wobei in 91 Prozent der Kindertagesstätten die Kinder mindestens einmal am Tag Impulse durch Geschichten erhalten würden. Das Vorlesen werde vielfältig in den Tagesablauf integriert und in allen Kitas ginge die Initiative zum Vorlesen auch von den Kindern selbst aus.

„Vorlesen ist ein wichtiger Impuls dafür, die sprachliche Entwicklung von Kindern und ihren Zugang zum späteren eigenen Lesen frühzeitig zu fördern, die persönliche Entwicklung und die sozialen Kompetenzen von Kindern zu unterstützen und ihnen langfristige Bildungs- und Lebenschancen zu sichern. Je früher und häufiger Kindern vorgelesen wird, desto besser sind sie auf das Lesen vorbereitet. Es liegt an uns Erwachsenen, die Kinder auf das Abenteuer Lesen neugierig zu machen. Dafür sollten wir jede sich bietende Gelegenheit nutzen“, sagte Justizstaatssekretärin Eichner.